140 Einsatzkräfte rücken aus

Feuer auf der Reeperbahn – Großalarm für Feuerwehr


10.11.2025 – 02:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr an der Reeperbahn: Es brannte in einem Wohn- und Geschäftshaus. (Quelle: Sebastian Peters/dpa)

Großalarm auf St. Pauli: Ein Restaurant steht in Flammen, das Feuer greift über. Was die Feuerwehr vorfindet, erfordert einen Mammut-Einsatz.

Ein Feuer in einem Restaurant auf der Hamburger Reeperbahn hat am Sonntagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Flammen griffen auf ein weiteres Stockwerk über. Zwei Menschen wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus.

Gegen 20.10 Uhr wurde die Feuerwehr Hamburg unter dem Stichwort „Massenanfall an Verletzten“ zur Reeperbahn alarmiert. Bis zu 140 Einsatzkräfte sowohl der Freiwilligen Feuerwehr als auch der Berufsfeuerwehr wurden zum Kiez gerufen. In einem Lokal in Höhe der Lincolnstraße beziehungsweise am Beatlesplatz brannte es.

„Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten wir ein Feuer im Erdgeschoss eines Restaurants. Zwei Personen wurden relativ zügig rettungsdienstlich versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert“, schildert Feuerwehr-Sprecher Patrick Schrenk die Ausgangslage. Einer von ihnen erlitt Schnittwunden durch Glassplitter – möglicherweise bei der Flucht durch ein Fenster. Die andere Person habe einen Schock erlitten.

Das Feuer im Restaurantbereich war dem Lagedienst zufolge gegen 21 Uhr aus. Anschließend wurde Feuerwehrsprecher Schrenk zufolge im ersten Obergeschoss eine Rauchentwicklung festgestellt, sodass dort und auf dem Dach gelöscht werden musste. Zudem sei der Rauch auch in das nebenliegende Hostel gezogen, sodass die Feuerwehr auf Alarmstufe drei erhöht hat. Sie war also mit drei Löschzügen im Einsatz. Nach Abendblatt-Informationen hielten sich in dem Hostel allerdings keine Gäste auf, sodass das Gebäude nicht evakuiert werden musste.

Die Reeperbahn war für die Löscharbeiten ab Nobistor in beide Richtungen gesperrt. Gegen 22 Uhr musste die Feuerwehr das Dach des Gebäudes öffnen, um die letzten Glutnester zu löschen. Zudem war eine Drohne im Einsatz, um die Oberflächentemperatur des Brandobjekts zu messen.

Zur Brandursache konnte der Lagedienst der Polizei Hamburg am Abend noch keine Aussage treffen. Der Einsatzort werde am Montag von der Kriminalpolizei untersucht. Begleitet wurde der Einsatz nach Informationen eines Reporters vor Ort auch von reichlich Schaulustigen, die sich als Partygäste in den Abendstunden auf dem Kiez tummelten.

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