Ja, und es ist auch noch schlau
Natürlich ist es richtig und fair, Thomas Müller als Erstes und immer wieder zum TV-Interview zu schicken. Dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe.
Erstens: Er steht für den FC Bayern wie kein anderer Spieler, ist seit 23 Jahren im Verein, hat keine Scheu vor der Kamera. Und er weiß ganz genau, was von ihm in einem Interview erwartet wird. Seine Erfahrung ist eben auch an dieser Stelle Gold wert. Ihm liegt das, er hat kein Problem damit.
Zweitens: Er ist nicht nur erfahren, sondern auch von Natur aus der wohl eloquenteste Gesprächspartner des gesamten Bayern-Kaders. Gerade nach einer heftigen Klatsche wie gegen Frankfurt ist es wichtig, dass Bayern-Profis die richtigen Worte finden, um die Situation ein Stück weit zu entschärfen. Das können nur ganz wenige, Müller ist einer von ihnen.
Drittens: Ihm verzeihen die Bayern-Fans schlimme Pleiten noch am ehesten. Denn ihn verbindet mit dem Verein eine lange Historie, er hat extrem viel für den Klub geleistet, unzählige Titel gewonnen. Er ist der Liebling der Bayern-Anhänger. Alle wissen, dass er immer alles für den Rekordmeister gibt.
Im Grunde genommen ist es doch nur richtig und schlau, Müller vorzuschicken. Es gibt wohl keinen Spieler in der gesamten Bundesliga, der besser im Live-Interview ist als er. Warum sollte man diese Qualität nicht regelmäßig für sich nutzen?
