
„Es hat schon einen Wert, wenn die Spieler, die nicht so viel spielen, jeden Tag im Training Gas geben, sich immer den Arsch aufreißen. Und dann da sind, wenn sie gebraucht werden“, sagte Kimmich und beschwor den Mannschaftsgeist: „Momentan brauchen wir alle. Es ist für uns sehr wichtig, dass jeder jeden Tag im Training das Level hoch hält.“
Das scheint bislang perfekt zu funktionieren. Für Kompany ist sein Vorgehen aber auch schlicht alternativlos. „Wenn man in den Kalender schaut und die Intensität sieht, dann werden wir rotieren müssen“, sagte er schon vor dem Spiel in Limassol. Kompany weiß, was schon unmittelbar nach der Länderspielpause auf ihn und seine Mannschaft zukommt.
Angefangen mit dem Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund am 18. Oktober stehen dann drei intensive Wochen mit insgesamt sieben Partien an. Eine davon wird das Auswärtsspiel in der Champions League beim Titelverteidiger Paris Saint-Germain (4. November) sein. Am Ende des Monats folgt die Partie beim FC Arsenal (26.). „Da wird es richtig hektisch“, sagte Kompany. Da habe man schließlich auch mal drei Spiele in sechs Tagen.
Auf diese hohe Belastung will Kompany seinen Kader vorbereiten und auch seine Topspieler fit behalten – durch Rotation. „Schonen heißt nicht, dass man einen Spieler total rauslassen muss“, erklärte er. Es könne auch sein, dass ein Spieler mal ausgewechselt werde. Genau so, wie er das im Spiel gegen Pafos praktizierte.
„Jetzt geht es auch darum zu zeigen, wie gut man ist, wenn man seine Chance bekommt“, sagte Kompany. „Und hoffentlich haben wir dann später in der Saison ein bisschen mehr Klarheit.“ Und zwar für die entscheidende Saisonphase, wenn es um „die Preise“, also die Titel, gehe.
Ex-Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer sieht Kompany und die Münchner nach ihrem makellosen Traumstart in die Saison dabei auf einem guten Weg. „Großes Kompliment für Bayern“, sagte Sammer bei Prime Video und wurde mit Blick auf die scheinbare Leichtigkeit, mit der den Münchnern derzeit ihre Siege gelingen, fast schon philosophisch: „Die Kunst ist immer im Leben, was leicht aussieht, auch leicht aussehen zu lassen. Und das machen sie in Perfektion.“













