Bayern-Star vergibt erstmals
Ausgerechnet ihr versagen plötzlich die Nerven
Aktualisiert am 11.12.2025 – 09:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Bayern haben einen späten Rückschlag in der Champions League kassiert. Für Giulia Gwinn hatte der enttäuschende Ausgang noch einen besonderen Aspekt.
Es ist erst etwas über eineinhalb Jahre her, dass Giulia Gwinn ihre Nervenstärke vom Punkt unterstrich: „Ich glaube, ich habe in meiner Karriere – zumindest in Pflichtspielen – noch keinen Elfmeter verschossen“, sagte die deutsche Nationalkapitänin im Februar 2024 nach einem Spiel gegen Frankreich. Inzwischen hat diese Statistik einen Kratzer erlitten – und das ausgerechnet im Duell gegen Atlético Madrid in der Champions League.
Am Mittwochabend lag der FC Bayern, für den Gwinn seit 2019 spielt, zwischenzeitlich gegen die Spanierinnen mit 0:1 zurück. Nach Wiederanpfiff blockte Atléticos Silvia Lloris eine Flanke von Bayerns Klara Bühl im Sechzehner mit dem Arm (52. Minute). Der Videoassistent schritt ein, das Ergebnis: Handelfmeter. Gwinn übernahm Verantwortung und ging zum Punkt. Die 26-Jährige lief an, schoss den Ball allerdings weit über das gegnerische Tor.
Mit ihrer Aussage von damals lag Gwinn dennoch nicht falsch: Laut „Footystats“ hatte die Außenverteidigerin vor der Partie gegen Atlético 14 von 14 Elfmetern in ihrer Karriere verwandelt – einen davon im Bronze-Match der Olympischen Spiele gegen Spanien, das dank ihres Treffers 1:0 ausging. Gegen Atlético sollte die Serie nun enden.
Gwinn und ihr Team konnten die Partie zwischenzeitlich nach einem Doppelpack von Torjägerin Pernille Harder (63. und 78.) drehen, Atlético gelang durch ein Traumtor aber kurz vor Schluss doch noch der Ausgleich zum 2:2. Die Bayern, die das Spiel nach Rückstand deutlich dominiert hatten, ließen damit nach wettbewerbsübergreifend elf Pflichtspielsiegen in Serie wichtige Punkte in der Königsklasse liegen.
Bayerns Klara Bühl sagte nach der Partie bei Disney+: „Wir sind sehr traurig, weil wir sehr gut in das Spiel zurückgekommen sind.“ Das Unentschieden sei schwer zu akzeptieren. Auch Doppeltorschützin Pernille Harder war im Anschluss gefrustet: „Es ist sehr, sehr nervig.“
Am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase bekommt es der FC Bayern, der aktuell auf Rang sechs steht, noch mit Vålerenga Oslo zu tun. Die Teilnahme an den Playoffs ist bereits sicher. Nur die besten vier Teams ziehen ins Viertelfinale ein, die acht folgenden Klubs müssen die weiteren vier Tickets ausspielen.
