Es geht los: Das Fanfest der EURO 2024 auf der Theresienwiese öffnet. Der Start läuft dabei eher holprig.

Fröhliche Kinder in Trikots von Niclas Füllkrug, aufgeregte Ed-Sheeran-Fans in Tourshirts: Am Mittwochnachmittag treffen auf der Münchner Theresienwiese die verschiedensten Menschen aufeinander. Anlass: das offizielle Eröffnungsfest der Europameisterschaft 2024. Gefeiert wird den ganzen Tag lang zu Songs von Tim Bendzko, Ed Sheeran und Co. Das Wetter spielte bislang mit. Aber der Start des Fests lieferte bei den Fans allerdings noch keinen Anlass zur Freude: Es dauerte und dauerte.

Der Einlass sollte eigentlich um 14 Uhr beginnen. Doch auch eine knappe halbe Stunde später hatte sich noch nichts getan: Die Schlange blieb unverändert, die Mienen der Wartenden verzogen sich entnervt. Von Seiten des Veranstalters hieß es dazu auf Nachfrage: „Wir hatten einige organisatorische Schwierigkeiten, die wir allerdings jetzt lösen konnten.“ Um 14.30 bestätigte sich die Aussage: Das Gelände wurde geöffnet, die Fans strömten vor die Bühne.

Als erster Act eröffnete schließlich pünktlich um 16 Uhr der deutsche Popsänger Tim Bendzko das Festival. „Hallo München!“, rief der 39-Jährige in sein Mikrofon. „Leute, wir eröffnen hier und heute die EM 2024. Wir sorgen hier und heute dafür, dass Deutschland Europameister wird!“ Das Publikum applaudierte und jubelte begeistert.

Doch um 16.30 Uhr endet für einige Fans der Weg in Richtung Bühne und Tim Bendzko. Von Seiten der Security-Leute heißt es: Einlassstopp. Die Zone A direkt vor der Bühne ist gesperrt. Zu viele Menschen seien bereits dort. Das Sicherheitsrisiko wäre laut Mitarbeiter zu hoch, wenn sie noch mehr Fans in diesen Bereich lassen würden. Die Empörung steht manchen Fans ins Gesicht geschrieben. Vier Frauen machen ihren Ärger Luft: „Das darf nicht wahr sein. Wir haben pro Person 111 Euro für die Tickets bezahlt.“ Diese Karten berechtigen sie eigentlich dazu, ganz nah dran an den Stars zu sein. „Dann hätten sie die Fläche größer machen müssen.“ Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als hinter der Absperrung zu warten.

Die Mehrheit der Fans fiebert einem anderen Künstler aber noch ein wenig mehr entgegen: „Ich bin eigentlich nur wegen Ed Sheeran hier“, erzählt eine Besucherin, die für den britischen Mega-Star extra mit ihrer Tochter und einer Freundin eine fünfstündige Anreise von Köln in Kauf genommen hat. Er wird als Hauptact am Ende des Abends performen, um 21.15 Uhr.

Am Mittwochabend soll auf der Theresienwiese aber natürlich nicht nur die Musik spielen, sondern auch der Sport im Vordergrund stehen. Ihre Trikots übergestreift und mit schwarz-rot-goldenen Ketten behangen haben sich auch drei Besucher aus Holzkirchen. Sie sind sich sicher: Die Nationalelf holt den Europameistertitel. Über die EM-Vorfreude in der Stadt zeigen sie sich bislang eher enttäuscht: „Die Stimmung ist noch nicht so gut, außerdem gibt es kaum Fan-Artikel zu kaufen“, beklagt Deutschland-Fan Isabella.

Ob die Stimmung auf der Theresienwiese noch steigen wird, wird sich im Laufe des Mittwochnachmittags zeigen. Der Verkauf der Tickets war nur schleppend angelaufen und deutlich unter den Erwartungen der Veranstalter geblieben. Statt mit anfänglich 90.000 Besuchern, rechnete man zuletzt mit 60.000.

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