Luxusmarke warnt ihre Kunden
Feuergefahr: Mega-Rückruf bei BMW
Aktualisiert am 26.09.2025 – 12:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Mega-Rückruf bei BMW: Ein Problem am Starter kann im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen. Der Hersteller warnt betroffene Kunden, ihre Autos vorsorglich im Freien abzustellen.
BMW hat einen weltweiten Rückruf von Hunderttausenden Fahrzeugen gestartet. Ursache ist ein Problem am Starter: Wasser kann eindringen und Korrosion verursachen, was zu Startproblemen oder im schlimmsten Fall zu einem Kurzschluss und Fahrzeugbrand führen kann.
Allein in Deutschland sind rund 136.500 Autos betroffen, in den USA knapp 195.000. Eine genaue weltweite Zahl nennt BMW nicht, sie dürfte jedoch deutlich höher liegen. Betroffen sind zahlreiche Modelle, die zwischen September 2015 und September 2021 produziert wurden, darunter Fahrzeuge in Europa und Asien.
BMW rät dringend, die betroffenen Fahrzeuge bis zur Reparatur im Freien und nicht in der Nähe von Gebäuden abzustellen. Die Reparatur umfasst den Austausch des Starters; bei einigen Fahrzeugen muss zudem eine stärkere Batterie eingebaut werden.
Über die Kosten äußerte sich BMW bisher nicht konkret. Sie könnten jedoch erheblich sein.
Kommt ein technischer Mangel ans Licht, muss der Hersteller das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) informieren. Hinweise kommen auch von Versicherungen, Werkstätten oder Autofahrern. Hält das KBA den Fehler für sicherheitsrelevant, folgt eine Untersuchung – und bei Bestätigung ein verpflichtender Rückruf.
Im Fall von Bagatellen genügt oft ein Hinweis bei der nächsten Inspektion. Bei ernsten Risiken – wie etwa Überhitzung oder Brandgefahr – schreibt der Hersteller jeden betroffenen Halter direkt an. Die Adressen liefert das KBA aus dem Zentralen Fahrzeugregister.
Wer angeschrieben wird, muss reagieren: einen Werkstatttermin vereinbaren und den Mangel kostenlos beheben lassen. Danach meldet BMW den erledigten Rückruf an das KBA zurück.
Wenn man nichts unternimmt, wird es ungemütlich. Erst kommt eine Mahnung aus Flensburg. Dann eine zweite. Schließlich informiert das KBA die Zulassungsstelle – und die entzieht dem Fahrzeug die Betriebserlaubnis. Das heißt: Fahrverbot.
Wichtig: Wer rechtzeitig handelt, vermeidet nicht nur Behördenpost – sondern auch reale Risiken. Ein Rückruf ist kein Hinweis. Es ist eine Warnung. Und sie sollte ernst genommen werden.
