Es klappt wirklich
Diese Straßenmarkierung rettet Menschenleben
Aktualisiert am 26.09.2025 – 15:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Auf einer beliebten Motorradstrecke zeigen auffällige Fahrbahnmarkierungen deutliche Wirkung: Motorradfahrer schneiden weniger Kurven und fahren kontrollierter. Der Erfolg könnte Schule machen.
Seit Mai 2023 testet der Kreis Düren (NRW) eine neue Fahrbahnmarkierung auf der unfallträchtigen Strecke zwischen Hürtgenwald und Nideggen. Weiße Kreise entlang der Mittellinie sollen verhindern, dass Motorradfahrer mit Kopf oder Oberkörper auf die Gegenfahrbahn geraten – offenbar mit Erfolg, wie ein Zwischenfazit aus 2024 zeigt.
Der Versuch, an dem auch Polizei, Straßenbau NRW und die RWTH Aachen beteiligt sind, soll nun fortgesetzt werden.
Die Unfallzahlen bestätigen den Erfolg: Nach drei leichten Unfällen im Jahr 2023, die zu Anpassungen der Markierungen führten, gab es keine weiteren Vorfälle. Zum Vergleich: 2020 und 2021 kam es auf derselben Strecke jeweils zu sechs Unfällen.
Untersuchungen zur Fahrlinie zeigen, dass sich 85 Prozent der Fahrer nun im sicheren Bereich bewegen. Das sind doppelt so viele wie zuvor. Auch Tempoüberschreitungen in Kurven nahmen ab. Außerdem sank die Lärmbelastung entlang der Strecke.
Aufgrund dieser Erfolge wird der Versuch zwischen den Orten Vossenack und Schmidt bis zum 31. Oktober 2027 verlängert. Die elliptischen Markierungen sollen Motorradfahrer auch weiterhin zu einer sicheren Kurvenfahrt und reduzierten Geschwindigkeit anleiten.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer befürwortet die Fortsetzung des Versuchs. Auch die Bundesanstalt für Straßenwesen und lokale Behörden, darunter der Kreis Düren und die Gemeinde Hürtgenwald, unterstützen das Projekt.
Die RWTH Aachen begleitet die Maßnahme weiterhin wissenschaftlich. Bleibt der Versuch erfolgreich, könnten ähnliche Markierungen auch an anderen unfallträchtigen Motorradstrecken zum Einsatz kommen.
