
Abgas-Revolution
Euro 7 kommt: Das müssen Autofahrer wissen
Aktualisiert am 01.10.2025 – 09:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Autos sollen sauberer werden. Das soll ab 2026 die neue Abgasnorm Euro 7 bewirken. Was bedeutet sie für Hersteller und ihre Modelle? Und vor allem für Autofahrer?
Der Startschuss für Euro 7 rückt näher: 2026 tritt die neue Abgasnorm in Kraft – zunächst für neu entwickelte Pkw und leichte Transporter. Ab Ende 2027 gilt sie für alle Neuzulassungen (also alle Neuwagen) dieser Fahrzeugklassen. Busse und schwere Nutzfahrzeuge müssen die Grenzwerte ab 2028 beziehungsweise 2029 einhalten.
Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich praktisch nichts: Bestands-Pkw müssen die neuen Euro-7-Grenzwerte nicht erfüllen, eine Nachrüstpflicht gibt es nicht. Sie können ihr Auto wie gewohnt weiter nutzen. Auch bestehende Gebrauchtwagen unterliegen nicht den neuen Vorschriften.
Für künftige Neuwagenkäufer gelten dagegen strengere Regeln: Jedes neue Auto – also Pkw oder kleine Transporter – muss die Regeln der Euro‑7-Abgasnorm einhalten.
Allerdings dürfen Hersteller und Händler nur Autos verkaufen, die geltende Normen erfüllen. Käufer eines Neuwagens können in dieser Hinsicht nichts falsch machen. Jedes neue Auto auf dem Markt muss den vorgeschriebenen Regeln entsprechen.
Während die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub weitgehend unverändert bleiben, wird die Norm an anderer Stelle deutlich strenger: Künftig müssen ultrafeine Feinstaubpartikel ab einer Größe von zehn Nanometern bei allen Benzinmotoren erfasst werden. Bislang lag die Grenze bei 23 Nanometern und betraf nur Direkteinspritzer.
Euro 7 betrachtet das Fahrzeug erstmals als Ganzes. Auch Brems- und Reifenabrieb werden künftig reguliert. Ab 2035 gilt ein einheitlicher Grenzwert für Elektroautos und alle anderen Antriebsarten. Bis dahin gelten unterschiedliche Grenzwerte. Hintergrund: Elektroautos bremsen häufiger per Rekuperation und erzeugen daher weniger Abrieb.
Außerdem gelten künftig Mindeststandards für die Haltbarkeit von Antriebsbatterien in Elektroautos und Plug-in-Hybriden:
Neu ist auch ein verpflichtender Tieftemperaturtest bei minus 7 Grad, um die Reichweite im Winter vergleichbar zu machen.
Die EU verschärft mit Euro 7 auch die Kontrolle: Fahrzeuge müssen ihre Emissionen künftig im Alltag überwachen können, nicht nur auf dem Prüfstand. Manipulationsschutz und Datenkontrolle werden ausgeweitet, um die Einhaltung der Grenzwerte zuverlässig sicherzustellen.
Ursprünglich waren strengere Abgasgrenzwerte vorgesehen, die jedoch auf Druck der Autoindustrie abgeschwächt wurden. Dennoch gilt: Wie bei Euro 5 und Euro 6 wird auch Euro 7 fortlaufend weiterentwickelt, um neue technische Entwicklungen zu berücksichtigen.












