
Menschen strömen auf die Straßen
Doppel-Erdbeben erschüttert Urlaubsregion in Italien
Aktualisiert am 13.01.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Zweimal innerhalb weniger Minuten bebt in Italien die Erde. Menschen laufen auf die Straße, Züge fallen aus. Mehrere Schulen werden evakuiert.
In Italien haben zwei starke Erdbeben am Dienstag teilweise Chaos und Angst ausgelöst. Das erste Beben der Stärke 4,3 ereignete sich der Nachrichtenagentur Ansa zufolge um 9.27 Uhr in der Provinz Ravenna, nahe der Stadt Russi. Sie liegt rund 50 Kilometer von der bei Touristen beliebten Großstadt Bologna entfernt.
Das zweite Erdbeben erschütterte die Region nur rund zwei Minuten später. Es hatte eine Magnitude von 4,1. Laut Ansa und dem italienischen Rundfunk Rai waren die Erschütterungen deutlich zu spüren.
Bislang wurden keine Schäden gemeldet. Allerdings reagierten die Behörden mit teils drastischen Einschränkungen: In der Romagna wurde der Zugverkehr teilweise eingestellt. Rund 20 Züge waren demnach betroffen.
Außerdem wurden Rai zufolge mehrere Schulen in der betroffenen Region vorsorglich evakuiert. Auch öffentliche Gebäude wurden geräumt, wie die Zeitung „Corriere della Sera“ berichtete. Hunderte Menschen seien auf die Straßen geströmt.
Der Präsident der Region Emilia-Romagna, Michele De Pascale, sprach auf Facebook von einer „beängstigenden“ Lage, betonte aber, dass bislang keine Schäden gemeldet worden seien. In Bologna sei ein Einsatzzentrum mit Experten des Zivilschutzes eingerichtet worden. Statiker sollen jetzt Gebäude auf ihre Standfestigkeit überprüfen.



