
„Eine Art tickende Zeitbombe“
Epstein-Skandal: Sarah Ferguson verliert TV-Jobs
29.10.2025 – 11:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach neuen Enthüllungen um eine umstrittene E-Mail wird Sarah Ferguson von ITV fallen gelassen – noch vor wenigen Monaten galt sie als Hoffnungsträgerin des Senders.
Die Zusammenarbeit zwischen Sarah „Fergie“ Ferguson und dem britischen Fernsehsender ITV ist offenbar beendet. Wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, sind keine weiteren Auftritte der früheren Herzogin von York in den Formaten „This Morning“ und „Loose Women“ geplant. Damit reagiere der Sender auf neu aufgekommene Details im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein, der auch den Ex-Mann der 66-Jährigen, Prinz Andrew, betrifft.
Ferguson, die in der Vergangenheit als „Retterin“ für das angeschlagene ITV-Tagesprogramm galt, war in verschiedenen Rollen zu sehen – unter anderem als Gastmoderatorin und redaktionelle Mitgestalterin. Intern wurde sie zunächst als „sehr zugänglich“ und „beliebt bei den Zuschauerinnen und Zuschauern“ beschrieben.
Ihre ersten Auftritte bei ITV hatte Ferguson im April 2023, unter anderem bei „Loose Women“. In den Wochen danach wurde sie mehrfach eingeladen. Im Herbst 2023 engagierte sie der damalige „This Morning“-Chef Martin Frizell für eine Sonderausgabe des Formats. Ferguson begleitete die Sendung nicht nur vor der Kamera, sondern war auch redaktionell involviert.
Doch in Zukunft ist damit Schluss. Grund dafür ist eine Mitte September enthüllte Lüge von Sarah Ferguson, die lange zurückliegt: Während sie sich nach der Verurteilung des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein im Jahr 2008 öffentlich von ihm distanziert und ihre Verbindungen als „riesiger Einschätzungsfehler“ bezeichnet hatte, zeigt der private Schriftwechsel ein anderes Bild. In dem Schreiben schrieb sie ihm als einem „standhaften, großzügigen und großartigen Freund“ und bat um Entschuldigung, weil sie sich öffentlich von ihm distanziert hatte. Auch den Grund dafür legte sie offen: „Fergie“ wollte ihren Ruf sowie ihre Karriere als Kinderbuchautorin und als Kinderwohltäterin retten.
„Loose Women“-Moderatorin Jane Moore sagte kürzlich über Sarah Ferguson: „Die tödliche Mischung aus ihrer Naivität und ihrer Vorliebe für das luxuriöse Leben hat sie schon immer zu einer Art tickender Zeitbombe gemacht.“ Dem fügte sie an: „Dieses schamlose Kriechen vor einem zutiefst widerwärtigen Mann ist keine verzeihliche menschliche Schwäche.“ Vielmehr zeuge „Fergies“ Handeln „von feiger Gier und zügelloser Selbsterhaltung, die, was am schlimmsten ist, Epsteins viele Opfer verrät“.
Ferguson hat nach Bekanntwerden der neuen Vorwürfe auch Rollen bei unterschiedlichen Wohltätigkeitsorganistationen verloren – und ihren Titel aus Herzogin abgegeben. Wie es mit ihrer Arbeit als Kinderbuchautorin weitergeht, bleibt unklar. Der Sender ITV äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorgängen.













