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EM | DHB-Coach Gíslason wettert gegen Schiedsrichter

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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EM | DHB-Coach Gíslason wettert gegen Schiedsrichter
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„Wenn das eine Rote Karte ist…“

Bundestrainer Gíslason wettert gegen Schiris


Aktualisiert am 22.01.2026 – 21:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Alfreð Gíslason: Der Bundestrainer war mit der Roten Karte nicht einverstanden.Vergrößern des Bildes

Alfreð Gíslason: Der Bundestrainer war mit der Roten Karte nicht einverstanden. (Quelle: Gerhard Koffler/imago-images-bilder)

Nach dem Sieg gegen Portugal zum Hauptrundenauftakt war die Erleichterung bei den DHB-Stars groß. Doch mit einer Szene war der Bundestrainer gar nicht einverstanden.

Aus Herning berichtet Nils Kögler

Wie schon bei der WM war auch die Partie in der Jyske Bank Boxen von Herning am Donnerstagnachmittag wieder eine echte Schlacht. Die Portugiesen gingen, wie auch bei ihrem Sensationssieg zum Vorrunden-Abschluss gegen Dänemark, vor allem defensiv hart zur Sache. Deutschland war gezwungen, dagegenzuhalten – und schaffte das nach anfänglichen Problemen auch.

Ärgerlich für die deutsche Mannschaft verlief dabei aber eine Szene in der 53. Minute. Bei einem Defensivzweikampf bekam Portugals Superstar Francisco Costa die Hand des deutschen Kapitäns Johannes Golla ins Gesicht. Die schwedischen Schiedsrichter schritten zum Videobeweis und kamen nach Ansicht der Bilder zu dem Ergebnis, dass es sich um ein grobes Foulspiel gehandelt hatte. Die Folge: Sie zeigten Golla die Rote Karte. Eine harte Entscheidung, die der 28-Jährige aber sofort akzeptierte.

„Es ist natürlich ärgerlich, weil man hat nie die Absicht, einen Gegenspieler ins Gesicht zu treffen“, sagte Golla nach dem Spiel über die Szene. „Das war auch kein extrem harter Kontakt“, befand der Kreisläufer von der SG Flensburg-Handewitt. „Aber die Erfahrung ist einfach, wenn der Videobeweis angeguckt wird, dann kommen oft diese Entscheidungen heraus. Deswegen nützt es nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen oder zu diskutieren“, so Golla weiter. Er habe vollstes Vertrauen gehabt, dass seine Mannschaftskollegen den Sieg in der Schlussphase einfahren würden. „Das war ja dann auch so.“

Anders sah das jedoch der Bundestrainer: „Aus meiner Sicht war das gar keine Rote Karte“, meckerte er nach dem Spiel. „Man kann maximal zwei Minuten dafür geben, weil Golli greift ihn an die Brust und der Costa schmeißt sich nach unten und kriegt anschließend die Hand von Golli ins Gesicht“, beschrieb er die Szene. „Wenn das eine Rote Karte ist, dann verstehe ich das nicht so richtig“, so sein Urteil.

Immerhin: Nachdem zunächst nicht klar war, ob Golla auch für das nächste Spiel gegen Norwegen gesperrt werden würde, gab die Europäische Handball-Föderation (EHF) noch am Donnerstagabend Entwarnung: „Johannes Golla erhält keine weitere Sanktion für die Rote Karte, die er gegen Portugal erhalten hat, und kann im nächsten Match spielen“, hieß es auf der EHF-Seite zur EM.

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