
EV5 im ersten Test
So fährt der elektrische Tiguan-Konkurrent von Kia
25.01.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 4 Min.
Der EV5 füllt Kias Stromer-Lücke zwischen dem neuen EV3 und den deutlich größeren EV6 und EV9. Er zeigt viele Stärken und nur kleine Schwächen.
Während Kia mit dem großen EV9 und dem dynamischen EV6 bereits zwei Ausrufezeichen im jeweiligen Segment der Elektrofahrzeuge gesetzt hat, klaffte in der volumenstarken SUV-Kompaktklasse eine Lücke. Diese schließt nun der EV5, der sich als elektrische Alternative zum Verbrenner-Bestseller Sportage positioniert.
Optisch macht der 4,61 Meter lange Koreaner keinen Hehl aus seiner Verwandtschaft zum wuchtigen EV9. Mit rund 2,13 Meter Breite und 1,68 Meter Höhe steht er satt auf der Straße, wobei die kantige Silhouette und die markante D-Säule bewusst Robustheit signalisieren sollen. Die Star Map getaufte Lichtsignatur an Front und Heck unterstreicht den futuristischen Anspruch: Das Erscheinungsbild der Tagfahrlichter und Rückleuchten ist dabei visuell an die Darstellung von Sternbildern angelehnt – ohne dabei ins Verspielte abzugleiten.
Doch anders als die Plattform-Brüder EV6 und EV9, die mit ihrer 800-Volt-Architektur Ladepausen auf Kaffeestopp-Niveau drücken, muss sich der EV5 mit 400 Volt begnügen. Er nutzt zwar ebenfalls die Plattform E-GMP (Electric Global Modular Platform), ist technisch jedoch etwas abgerüstet – ganz offensichtlich, um einen ausreichenden Preisabstand nach oben wahren zu können. An der Ladesäule bedeutet das: Statt rekordverdächtiger 18 Minuten vergehen 30 Minuten, um den 81,4-kWh-Akku von 10 auf 80 Prozent zu füllen. Die maximale Ladeleistung liegt bei 150 kW. Das ist für den Alltag zwar ausreichend und klassenüblich, nimmt dem EV5 aber eines der stärksten Verkaufsargumente, die Kias Top-Stromer auszeichnen.
Zum Marktstart schickt Kia den EV5 als reinen Fronttriebler ins Rennen. Sein Elektromotor leistet 160 kW/218 PS und stellt ein Drehmoment von 295 Newtonmetern bereit. Damit sprintet der immerhin rund 2,1 Tonnen schwere SUV in 8,4 Sekunden auf Tempo 100. Bei 165 km/h regelt die Elektronik ab. Die WLTP-Reichweite liegt – abhängig von Ausstattung und Radgröße – bei bis zu 530 Kilometern. Wer Allradantrieb oder mehr Leistung sucht, muss sich noch gedulden; weitere Varianten sollen im Laufe des Jahres folgen. Wie etwa der EV 5 GT, der dank zwei Motoren über Allradantrieb verfügt und 225 kW/306 PS leistet.












