Das Eiscafé „Tosca“ hat mit Konditoren aus ganz Europa die Eissorte „Hallelujah“ entwickelt. Wie schmeckt sie und was macht sie besonders?

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint und die Lust auf eine leckere Erfrischung wächst. Viele Essener suchen deswegen in diesen Tagen das Eiscafé „Tosca“ im Essener Stadtteil Holsterhausen auf. Dort wird seit 55 Jahren selbst gemachtes Eis aus frischen, hochwertigen Zutaten angeboten.

Jetzt gibt es hier, in der Gemarkenstrasse 62, seit einigen Tagen eine neue Eissorte. Sie trägt den außergewöhnlichen Namen: „Hallelujah“. Die Sorte wurde von Betriebs-Chefin Augusta Corte Levou gemeinsam mit anderen Eiskonditoren aus ganz Europa auf einem jährlich stattfindenden Treffen kreiert und jüngst sogar in Rom vorgestellt.

Zu einem Treffen mit dem Papst kam es wegen seiner angeschlagenen Gesundheit zwar nicht. Die neue Eissorte erfreut sich seit ihrer Einführung in das Sortiment des Eiscafés aber auch ohne päpstlichen Segen großer Beliebtheit.

Von vielen wird sie schon als europäische Variante des Dubai-Schokoladen-Eises gehandelt. Augusta Corte Levou ist allerdings kein Fan des Eis-Trendes: „Die Zutaten für die sogenannten Dubai-Eis-Kreationen werden häufig industriell hergestellt“, erklärt die Eiskonditorin. Zudem kontrolliere niemand die Inhaltsstoffe.

Beim „Hallelujah“-Eis und allen in der Eisdiele angebotenen Sorten ist das laut Corte Levou anders. Alles wird frisch und aus hochwertigen Inhaltsstoffen hergestellt. Künstliche Zusatzstoffe gibt es nicht. Dies sei ihr, die das Handwerk der Eisherstellung von ihren Eltern gelernt hat, besonders wichtig. „Es werden immer mehr vorgefertigte Produkte verwendet. Die meisten Inhaltsstoffe sind weder frisch noch biologisch.“ Das Handwerk verkomme dadurch immer mehr.

Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, schloss sich Corte Levou 2012 mit rund 100 italienischen Eiskonditoren aus ganz Europa zusammen. Dort setzte die Gruppe vor dem Europaparlament nicht nur durch, dass der 24. März zum „Internationalen Tag des Eises“ ernannt wird. Die Essener Eiskonditorin besucht zudem jährlich die internationale Eismesse in Rimini – und präsentiert gemeinsam mit dem Zusammenschluss der Eiskonditoren in jedem Jahr auch eine eigene, neue Eiskreation.

Im Fall von „Hallelujah“ bedeutet das eine Kombination aus Schokolade und Piemont-Nüssen sowie eine weitere geheime Zutat, die nicht verraten wird. Das Eis schmeckt cremig, sehr schokoladig und zeichnet sich durch einen intensiven Nougatgeschmack aus. Garniert wird „Hallelujah“ mit Haselnüssen aus dem Piemont, die ihr eine besondere Krokantnote verleihen.

Frische und Qualität haben ihren Preis – eine Kugel der neuen Kreation kostet aktuell zwei Euro.

Der Name der neuen Kreation hat natürlich einen kirchlichen Hintergrund und bedeutet so viel wie „Jubelgesang“. Er wurde keinesfalls zufällig gewählt, sondern in Anlehnung an das aktuelle Jahr, welches von der katholischen Kirche als sogenanntes „Jubeljahr“ bezeichnet wird.

Wer die neue Sorte selbst probieren möchte, kann das sowohl in der Filiale des Cafés in Holsterhausen als auch in der Dependance auf der Margarethenhöhe tun. Dort befindet sich „Hallelujah“ ab sofort im Sortiment. Und das soll zumindest erst einmal so bleiben, bis im nächsten Jahr wieder eine neue Kreation entwickelt wird.

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