
Wie hat der Élysée-Vertrag die deutsch-französischen Beziehungen seit 1963 geprägt?
Der Vertrag ist nicht nur ein historischer Meilenstein; In den vergangenen 63 Jahren bildete es immer wieder die Grundlage für weitere wegweisende Vereinbarungen. Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums im Jahr 2003 initiierten der damalige französische Präsident Jacques Chirac und der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder den Deutsch-Französischen Tag, dessen vorrangiges Ziel darin besteht, jungen Menschen beider Länder das Nachbarland und seine Kultur näherzubringen.
Am 22. Januar 2019 – 56 Jahre nach der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags – unterzeichneten Deutschlands ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Aachener Rathaus den „Vertrag über deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration“, bekannt als „Vertrag von Aachen“. Ziel der Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich – unter anderem in der Europapolitik – weiter zu vertiefen.
Wie eng ist das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich heute?
Deutschland und Frankreich gelten nach wie vor als treibende Kräfte der Europäischen Union und die Regierungen beider Länder arbeiten in zentralen außenpolitischen Fragen zusammen. Nach der Bundestagswahl 2025 wurde deutlich, wie wichtig Frankreich für Deutschland ist: Sowohl für Bundeskanzler Friedrich Merz als auch für Außenminister Johann Wadephul führten die ersten Auslandsreisen nach ihrer Wahl in die französische Hauptstadt Paris.
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