Die Formtabelle aller 48 Teams

Deutschland macht Sprung nach vorn – zwei Außenseiter verblüffen


Aktualisiert am 09.06.2026 – 16:58 UhrLesedauer: 3 Min.

Bundestrainer Julian Nagelsmann, Joshua Kimmich und Florian Wirtz stehen Frankreichs Star Kylian Mbappé gegenüber (v. r. n. l.) – wer ist besser in Form? (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

Die t-online-Formtabelle zur Fußball-WM liefert einige Überraschungen – denn sie betont die aktuelle Stärke viel mehr als die behäbige Weltrangliste. Deutschland schneidet deutlich besser ab als im offiziellen Fifa-Ranking – während bei Marokko und Japan deutlich wird, warum sie längst keine Geheimtipps mehr sind.

Frankreich vor Spanien, dahinter Deutschland: Auf den ersten Blick wirkt die Spitze der WM-Formtabelle noch vertraut. Doch schon der dritte Platz der DFB-Elf ist ein Ausrufezeichen. Denn in der Fifa-Weltrangliste steht Deutschland nur auf Rang zehn – in der Formbewertung aber lässt das Team gleich mehrere große Namen hinter sich.

Die Tabelle basiert auf einer Berechnung mit drei Faktoren: den letzten zehn Länderspielen (60 Prozent), den Ergebnissen der WM-Qualifikation (30 Prozent) und für eine aktuelle Markteinschätzung den Wettquoten (10 Prozent). Die Formel berücksichtigt außerdem die Stärke der Gegner und die Höhe der Ergebnisse – je länger ein Spiel her ist, desto niedriger wird es gewichtet. Auch sind Pflichtspiele mehr wert als Freundschaftsspiele.

Deutschland macht sieben Plätze gut

In der Fifa-Weltrangliste ist Deutschland aktuell nur die Nummer zehn unter den 48 WM-Teilnehmern. In der Formtabelle reicht es aber zu Platz drei. Nur Frankreich und Spanien liegen davor.

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Der Grund: Die DFB-Elf hat den besten Wert aller Teams bei den letzten zehn Spielen. Mit einem Last10-Index von 86,8 liegt Deutschland sogar vor Frankreich, Spanien, England und Argentinien. Dazu kommt ein starker Qualifikationsindex von 79,0. Der schwächere Wettquotenindex verhindert zwar den Sprung ganz nach vorn – insgesamt steht aber ein bemerkenswert stabiler Wert von 79,6.

Das ist vor allem deshalb brisant, weil Deutschland in den vergangenen WM-Turnieren früh scheiterte. In dieser Formrechnung sieht das Bild anders aus: Deutschland ist kein Wackelkandidat, sondern ein ernsthafter Titelanwärter.

Stand: 8. Juni 2026 (Quelle: Lukas Martin)

Marokko ist kein Außenseiter mehr

Besonders auffällig ist Marokko. Das Team landet auf Platz fünf – vor Argentinien, Japan, Belgien, den Niederlanden, Portugal und Brasilien.

Dabei ist der Wettquotenindex der Marokkaner schwach. Der Markt traut ihnen also weniger zu als den klassischen Schwergewichten. In der sportlichen Bewertung sieht es anders aus: Marokko kommt auf einen Last10-Wert von 75,2 und einen herausragenden Qualiindex von 90,1. Das bedeutet: Die jüngsten Ergebnisse stimmen, die Qualifikation war stark – der Halbfinalist von 2022 könnte dieses Mal noch weiter kommen.

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