Brand in Bochum: Obduktion muss Identität des Todesopfers klären

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Bochum. 
Bei einem Wohnungsbrand in der Nacht zum Samstag ist in Bochum eine Person ums Leben gekommen. Es handelt sich vermutlich um den Wohnungsinhaber.

Bei einem Wohnungsbrand in der Innenstadt von Bochum ist in der Nacht zum Samstag eine Person gestorben. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich vermutlich um den 29-jährigen Wohnungsinhaber. Vier weitere Menschen erlitten Verletzungen durch starken Rauch im Treppenflur. Sie kamen zu medizinischen Untersuchungen in Krankenhäuser.

In der Nacht war die Feuerwehr zu dem Brand in der Malteserstraße gerufen worden. Im dritten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses an der Ecke zum Westring seien „bereits Flammen aus dem Fenster der Brandwohnung auf der Rückseite“ geschlagen. Das Feuer drohte aufs Dachgeschoss überzugreifen.

Wohnungsbrand in Bochum: Feuer kostet einen Mensch das Leben

Da bereits beim Alarm eine vermisste Person gemeldet wurde, gingen sofort mehrere Trupps in voller Montur ins Gebäude. Sie konnten die Person nur noch tot aus der Wohnung bergen, heißt es. Noch in der Nacht sei sie der Polizei übergeben worden.

„Vermutlich handelt es sich bei dem Opfer um einen 29-jährigen Mann, den Wohnungsinhaber“, so eine Polizeisprecher auf Anfrage dieser Redaktion. Die Identität könne mit Sicherheit aber erst bei der Obduktion am Montag festgestellt werden. Noch unklar sei die Brandursache. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.







Insgesamt 15 Menschen hatten sich zum Zeitpunkt des Brandes offenbar im Haus befunden. Die zehn unverletzten Personen, die in der Nacht nicht mehr in das Haus zurückkehren konnten, wurden zunächst vor Ort in einem angeforderten Bus der Bogestra betreut. Sechs Personen seien in Ausweichunterkünften des Vermieters und vier in Unterkünften des Sozialamts der Stadt Bochum untergekommen. Im Brandgebäude mussten der Strom und der Gasanschluss abgeschaltet werden.

Polizei hat das Gebäude versiegelt

Am Morgen danach deutet auf den ersten Blick kaum etwas auf das Unglück hin. Äußerlich scheint das Haus unbeschädigt zu sein. Die Rolladen im Erdgeschoss, in dem früher eine Bäckerei betrieben wurde, sind heruntergelassen. Ein Polizeisiegel an der Haustür untersagt den Zugang zum Gebäude. Beim Blick nach oben lässt sich das Ausmaß des Schadens im Inneren nur erahnen. Einige der zum Teil rußumrandeten Fenster in der dritten Etage sind geöffnet. Die Feuerwehr hatte noch in der Nacht mit Hochleistungslüftern den Rauch aus dem Gebäude geblasen. Vorsorglich hatte sie außerdem das Dachgeschoss und die Nebengebäude kontrolliert, um eine mögliche Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz.

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