BER-Blockade: „Rote Linie überschritten“ – Scharfe Kritik nach Klima-Protest auf Berliner Flughafen

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Deutschland BER-Blockade

„Rote Linie überschritten“ – Scharfe Kritik nach Klima-Protest auf Berliner Flughafen

„Es gab Aktivisten, die sich mit dem Fahrrad auf dem Rollfeld bewegt haben“

Der Berliner Flughafen hat den Flugbetrieb wegen einer Protestaktion der „Letzten Generation“ zwischenzeitlich eingestellt. Einige Aktivisten hatten sich festgeklebt. WELT-Reporter Marco Reinke berichtet vom Flughafen und sagt: „Mittlerweile scheint die Situation unter Kontrolle zu sein.“

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Die Klimaaktivisten, die am Donnerstag den Flugverkehr in Berlin lahmlegten, hätten „ganz klar“ Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch begangen, so die Bundespolizei. Politiker wie etwa die Bundesinnenministerin distanzierten sich deutlich.

Nach der zwischenzeitlichen Blockade des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) durch Klimaaktivisten am Donnerstag haben Politiker mehrerer Parteien die Protestaktion mit deutlichen Worten kritisiert.

Den Hauptstadtflughafen zu blockieren sei „eine erneute Eskalation und absolut inakzeptabel“, schrieb etwa Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsparteien im Bundestag, Andrea Lindholz (CSU), forderte „konsequente Strafen“ für die Störung des Flugbetriebs.

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Der Berliner Flughafen hat am Donnerstag den Flugbetrieb wegen einer Protestaktion von Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ zwischenzeitlich eingestellt. Einige der Aktivisten hätten sich festgeklebt, erklärte die Bundespolizei. „Wegen des unbefugten Zutritts mehrerer Personen sind aktuell beide Start- und Landebahnen am BER gesperrt“, twitterte auch der Flughafenbetreiber. Etwa eine Stunde später wurde der Betrieb demnach wieder aufgenommen, wenn auch mit Verzögerungen.

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte in den ARD-„Tagesthemen“, es handele sich „ganz klar“ um Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass „ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr“ stattgefunden habe.

Videos auf Twitter veröffentlicht

Die Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ erklärte in einer Mitteilung, mehrere Unterstützer hätten das Rollfeld des Flughafens blockiert. Einige von ihnen hätten sich auf dem Asphalt festgeklebt, während andere mit Fahrrädern über den Rangierbereich führen und den Flugverkehr zum Erliegen brächten.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Twitter

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Kurz vor dem Betreten des Flughafengeländes informierte die Gruppe nach eigenen Angaben die Polizei per Notruf über ihr Vorhaben. Die Aktivisten wollen gegen die Klimaschädlichkeit von Flügen protestieren.

Im Online-Dienst Twitter veröffentlichte die Gruppe ein Video, in dem drei Personen mit orangenen Schutzwesten durch ein Loch im Zaun das Flughafengelände betreten. Einer der drei jungen Männer schob ein Fahrrad. Fotos zeigten Aktivisten mit einem Transparent auf dem Rollfeld.

„Rote Linie“ überschritten, „volle Härte des Rechtsstaats“ gefordert

Innenministerin Faeser klagte, „diese Aktionen zerstören wichtige gesellschaftliche Akzeptanz für den Kampf gegen den Klimawandel“.

Lindholz sah mit der Beeinträchtigung des Flugverkehrs am BER „eine weitere rote Linie“ überschritten. Flughäfen seien „keine Bühne für politische Aktionen“, erklärte Lindholz, weil dort „sehr schnell Menschenleben in Gefahr kommen“ könnten.

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EKD und „Letzte Generation“

Der stellvertretende Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Konstantin von Notz, kritisierte die Aktion der Klimaaktivisten als „kontraproduktiv, anmaßend und potenziell gefährlich“. Zudem sieht von Notz Nachholbedarf beim Sicherheitskonzept des BER. „Es wird genau zu prüfen sein“, sagte er dem Nachrichtenportal „T-Online“, „wie es den Aktivistinnen und Aktivisten so einfach gelingen konnte“ auf das Rollfeld des BER zu gelangen.

Linken-Chef Martin Schirdewan sagte „T-Online“ hingegen, die Aktionen der Klimaprotestgruppe Letzte Generation seien zwar umstritten, „aber sie legen auch den Finger in die Wunde der politischen Untätigkeit angesichts der Klimakatastrophe“.

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai nannte die Blockade dem Nachrichtenportal gegenüber „vollkommen illegitim“. Solche Aktionen könnten „nicht länger einfach so hingenommen werden“, sagte Djir-Sarai und forderte: „Hier muss die volle Härte des Rechtsstaates greifen.“

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