Deutlich hinter Nachbarländern
Deutsche Gasspeicher sind besorgniserregend schwach gefüllt
22.08.2025 – 11:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Trotz geringer Füllmenge ist die Gasversorgung für den Winter laut Bundesministerium gesichert. Die Opposition hat zu dem Thema eine andere Meinung.
Etwa einen Monat vor Herbstanfang verzeichnen die deutschen Gasspeicher einen deutlichen Leerstand. Wie „tagesschau.de“ unter Berufung auf offizielle Angaben berichtet, waren die deutschen Speicher Mitte des Monats im Schnitt nur zu 65 Prozent gefüllt. Im vergangenen Jahr lagen die Werte zu diesem Zeitpunkt bei 92 Prozent.
Ein besonders drastisches Beispiel ist Deutschlands größter Gasspeicher. Er liegt im niedersächsischen Rheden und ist nur zu etwa 20 Prozent gefüllt. Michael Kellner von den Grünen warnt gegenüber „tagesschau.de“ deswegen: „Ich will gar keine Panik schüren, aber mir macht das Sorge, dass bei einem sehr, sehr kalten Winter die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet ist.“
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sieht diese Angst als unbegründet an. Gegenüber „tagesschau.de“ ließ das Ministerium erklären, dass es nicht mehr von einer akuten Gasmangellage ausgehe. Eine Sprecherin sagte gegenüber der Nachrichtenseite: „Anders als in den Vorjahren stehen uns derzeit vier schwimmende Flüssiggasterminals für die Versorgung zur Verfügung.“
Die Bundesnetzagentur macht gegenüber der Internetseite einen ähnlichen Punkt: Trotz der niedrigen Speicherstände bleibe die Lage stabil, die Flüssiggasterminal entspannen die Lage weiter. Die nach dem russischen Überfall der Ukraine 2022 verhängte Alarmstufe für Gasversorgung wurde inzwischen wieder aufgehoben.
In den deutschen Nachbarländern sind die Speicher deutlich voller. Wie „tagesschau.de“ schreibt, sind die Lager etwa in Belgien zu 92 Prozent gefüllt, in Polen und Frankreich sind es circa 80 Prozent.
