„Jetzt muss alles vorbereitet werden“, fügte er hinzu und betonte gleichzeitig: „Wir sind bereit, Lösungen zu finden. Wir reichen unsere Hand, aber wir sind nicht bereit, uns erpressen zu lassen.“

Das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hatte am Sonntag angekündigt, dass Frankreich die EU auffordern werde, das Anti-Zwangs-Instrument der Union, auch Handelspanzerfaust genannt, zu aktivieren.

Deutschland ist in der Regel zurückhaltender, solche weitreichenden Maßnahmen zu ergreifen, nicht zuletzt um seine marode und exportabhängige Wirtschaft zu schützen. Doch Klingbeils jüngste Äußerungen signalisieren die Bereitschaft, gegenüber Washington härter vorzugehen – zumindest seitens seiner Sozialdemokraten, die in einer Koalitionsregierung mit den Konservativen von Bundeskanzler Friedrich Merz regieren.

„Wir erleben ständig neue Provokationen. Wir erleben ständig neuen Antagonismus, den Präsident Trump anstrebt. Und hier müssen wir Europäer deutlich machen, dass die Grenze erreicht ist“, sagte Klingbeil.

Alle Augen sind nun auf Merz gerichtet, der später am Montag mit Journalisten sprechen wird und sich in der Vergangenheit gegenüber der Trump-Regierung versöhnlicher gezeigt hat als der Mitte-Links-Vizekanzler.

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