Das Zelt ist zu klein, das Wohnmobil zu groß. Die günstige Alternative: Dachzelte fürs Auto. Neben dem Preis ist hier noch eine andere Zahl wichtig.

Ein Dachzelt macht beinahe jedes Auto zum Wohnmobil. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Allerdings ist es natürlich Camping ohne großen Komfort – dafür aber sehr ursprünglich und der Natur ganz nah. Was Sie vor dem Start beachten müssen, finden Sie hier im Überblick.

Zunächst sollten Sie sich fragen, wie vielen Personen das Zelt einen Schlafplatz bieten soll. Außerdem müssen Sie sich zwischen einem Hartschalenzelt und einem Klappdachzelt entscheiden. Vorteile der Hartschale sind die bessere Isolierung gegen Kälte und der bequemere Aufbau: Durch eingebaute Gasdruckdämpfer öffnet es sich ähnlich wie der Kofferraumdeckel Ihres Autos. Das Klappdachzelt hingegen stellen Sie mithilfe einer Kurbel auf. Dafür wiederum ist es leichter und günstiger.

Wasserdicht, robust und pflegeleicht – das sind die Minimalanforderungen an ein Dachzelt. Mindestens 600 Euro für ein Zwei-Personen-Zelt sollten Sie deshalb investieren. Wer mehr Komfort etwa bei Belüftung oder Aufbau will, muss mit einem vierstelligen Betrag rechnen. Die Kosten für Dachträger (siehe unten), Matratzen und weitere Wünsche noch hinzu.

Um das Dachzelt zu befestigen, benötigen Sie zunächst einen Dachträger (ein Gepäckträger, der auf dem Dach angebracht wird). Viele Autohersteller haben passende Modelle im Angebot. Auch im Zubehörhandel finden Sie eine große Auswahl. Wichtig: Das Dachzelt muss zum Dachträger passen – denn daran wird das Zelt montiert. Die Maximallast des Dachträgers muss das Gewicht des Zelts aushalten.

Am Boden des Dachzelts finden Sie Profilschienen. Mit entsprechenden Beschlägen verbinden Sie das Zelt mit dem Dachträger.

Je nach Ausstattung des Zelts bauen Sie es mit einer Kurbel auf oder es stellt sich mit Hilfe von Gasdruckdämpfern selbständig auf. In der Regel wird eine Leiter mitgeliefert, die Sie dann in ihrer Halterung anbringen.

Wer sich für ein Dachzelt interessiert, sollte unbedingt die zulässige Dachlast des Autos beachten. Sie ist in der Betriebsanleitung angegeben. Ist beispielsweise nur eine Dachlast von 75 kg erlaubt, dann bedeutet dieser Wert: Was auch immer Sie auf dem Dach anbringen und transportieren wollen – das Gesamtgewicht darf diese 75 kg nicht überschreiten. Andernfalls erhöht sich der Schwerpunkt Ihres Autos zu stark und es entwickelt gefährliche Fahreigenschaften – ein Verstoß gegen die so genannte Ladungssicherungspflicht, der mit einer Strafe von bis zu 200 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden kann.

Der Dachlast-Grenzwert gilt allerdings nur während der Fahrt – im Stand hält Ihr Autodach ein Vielfaches an Gewicht aus.

Share.
Exit mobile version