Absatzflaute auf Biermarkt
Brauerei Carl Betz in Celle insolvent
Aktualisiert am 02.12.2025 – 07:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Die nächste Brauerei rutscht in die Pleite. Jetzt trifft es das Celler Traditionshaus Carl Betz. Als Grund für die wirtschaftliche Schieflage nennt Insolvenzverwalter Volker Römermann den sinkenden Bierkonsum in Deutschland.
Die Krise auf dem deutschen Biermarkt erfasst das nächste Unternehmen. Die Traditions-Brauerei Carl Betz reichte beim Amtsgericht Celle den Antrag auf Insolvenz ein. Das berichtete die „Celler Zeitung“. Insolvenzverwalter Volker Römermann verwies auf den fallenden Bierabsatz im Land.
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Die Brauerei wurde 1893 gegründet und gilt als älteste Röstmalzbierbrauerei Deutschlands. Das Sortiment wurde stetig erweitert und umfasst heute Biersorten wie Celler Pilsner, Celler Dunkel und ein Celler Weißbier. Nun nimmt laut Angaben des Amtsgerichts der vorläufige Insolvenzverwalter die Arbeit auf.
Zuletzt hatte in Niedersachsen schon die Brauerei Oettinger angekündigt, ihren Standort in Braunschweig stillzulegen und die Produktion nach Nordrhein-Westfalen zu verlagern.
Die Brauereibranche im Land steht vor einem Umbruch. Das hatte Oettinger-Chef Stefan Blaschak zuletzt selbst eingeräumt. „Die Brauereien werden wie Fliegen von der Wand fallen“, sagte Stefan Blaschak der „Augsburger Allgemeinen“. „Die Welt der Brauereien bröckelt, bei den Kleinen sehen wir fast täglich Insolvenzen, es wird auch die Großen treffen.“
Sorgen machen den Bierherstellern nicht allein steigende Energiekosten und höhere Preise für den Hopfen, sondern auch ein verändertes Konsumverhalten. Die Generation Z pfeift auf Bier. Der Brauereiabsatz sinkt.
