Büromarkt 2025 mit starkem Plus – weiter viel Leerstand

Bürovermietungen

Frankfurter Büromarkt boomt – doch die Türme stehen teils leer


12.01.2026 – 17:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Frankfurter Skyline (Archivbild): Vor allem große Deals durch Banken treiben die Bürovermietungen in die Höhe. (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)

Der Frankfurter Büromarkt legte 2025 deutlich zu. Getragen wurde das Ergebnis vor allem von Großdeals. Doch der Leerstand bleibt auf hohem Niveau.

Der Frankfurter Büromarkt hat 2025 ein starkes Jahr hinter sich. Insgesamt wurden 565.200 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Das sind 53 Prozent mehr als im Vorjahr und 17 Prozent mehr als im zehnjährigen Mittel. Wie das Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) in einer Jahresanalyse mitteilt, liegt 2025 damit knapp unter Rekordniveau.

Die höchste Miete für Büros stieg im Jahresverlauf von 50 auf 52 Euro pro Quadratmeter. Für 2026 erwartet JLL weitere Anstiege, vor allem bei hochwertigen Flächen in zentralen Lagen.

Große Vertragsabschlüsse trieben den Umsatz in die Höhe. Die Commerzbank mietete 73.000 Quadratmeter im „Central Business Tower“. Es handelte sich dabei um die größte Büroanmietung in ganz Deutschland im Jahr 2025. Die ING mietete 32.000 Quadratmeter im „Hafenpark Quartier“ an. KPMG sicherte sich in zwei Verträgen zusammen 33.400 Quadratmeter im Park Tower und im Opernturm – und zog aus dem markanten, erst 2011 errichteten „The Squaire“ am Flughafen. In der zweiten Jahreshälfte folgten weitere größere Abschlüsse, darunter Allianz Global Investors mit 17.400 Quadratmetern im „Fürstenhof“ und Sanofi-Aventis mit 15.800 Quadratmetern im Industriepark Höchst.

Vor allem zu Beginn des Jahres war der Markt sehr lebhaft. Allein im ersten Quartal wurden 200.100 Quadratmeter umgesetzt – so viel wie noch nie in einem Jahresauftakt. Danach ließ das Tempo etwas nach. In der zweiten Jahreshälfte kamen noch 229.000 Quadratmeter hinzu, davon 100.200 Quadratmeter in den letzten drei Monaten. Laut JLL konnten einige größere Anmietungen bis Jahresende nicht mehr abgeschlossen werden und dürften 2026 folgen.

Insgesamt zählte JLL 495 Mietverträge. Besonders gefragt waren kleine Flächen: 317 Abschlüsse lagen unter 500 Quadratmetern. Am meisten Bürofläche wurde in der Bankenlage vermietet, die auf 32 Prozent des Gesamtumsatzes kam. Es folgten die Lagen im Osten der Stadt sowie rund um die Messe. Banken und Finanzdienstleister stellten knapp ein Drittel der Nachfrage, unternehmensnahe Dienstleister rund 18 Prozent.

Beim Leerstand zeigt sich dagegen weiter ein Problem. Ende 2025 lag der Anteil leerer Büroflächen bei 10,4 Prozent. Nach Einschätzung von JLL dürfte sich dieser Wert zunächst kaum verändern. Weil in nächster Zeit nur wenige neue Büros fertiggestellt werden, könnte der Leerstand 2026 jedoch langsam wieder sinken.

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