
Neues Turnier in Afrika
Drohen jetzt noch mehr Länderspiele?
Aktualisiert am 12.01.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Vier Spieler stellte Bayer Leverkusen für den Afrika-Cup ab und ging im ersten Spiel 2026 in der Bundesliga gegen Stuttgart 1:4 baden – ohne diese Profis.
Edmond Tapsoba, Ibrahim Maza, Christian Kofane und Eliesse Ben Seghir. Das sind die Namen der Profis, die Leverkusen aktuell wegen des Afrika-Cups fehlen. Besonders die ersten drei drückten der Werkself in der ersten Saisonhälfte regelmäßig ihren Stempel auf. Tapsoba ist als Organisator in der Abwehr an regulären Spieltagen eigentlich gar nicht wegzudenken.
Doch sie alle fehlten zum Jahresauftakt bei der 1:4-Pleite gegen Stuttgart, weshalb sich die Frage stellt, inwiefern die Leverkusener durch die Abstellungen einen Wettbewerbsnachteil haben? Oder ist es einfach nur schlecht geplant? Schließlich ist die Abstellungsphase lange bekannt und die Kaderplanung im Sommer hätte darauf ausgerichtet werden können.
Doch mitten in diese Gedankengänge platzte kurz vor Weihnachten die Ankündigung von Patrice Mosepe. Er ist Präsident des afrikanischen Fußballverbandes (CAF) und verkündete in Marokkos Hauptstadt Rabat kurz vor dem Start des aktuellen Turniers, dass der Afrika-Cup ab 2028 vierjährig, und damit im Rhythmus von Europameisterschaften und der Copa América, stattfinden werde.
Was noch offen ist, ist der genaue Zeitpunkt des Afrika-Cups. Ursprünglich war bereits seit 2019 geplant, ihn im Juni und Juli auszutragen. Wegen der Corona-Pandemie und aus Witterungsgründen wurde daran aber nicht festgehalten und immer wieder zum ursprünglichen Zeitpunkt im europäischen Winter zurückgekehrt.
Es war allerdings noch eine zweite Ankündigung, die Verwirrung hinterließ. Vollmundig kündigte Mosepe an, dass ab 2029 die Nations League auch auf dem afrikanischen Kontinent eingeführt werde. „Jedes Jahr werden wir einen Wettbewerb mit 54 afrikanischen Nationen veranstalten, bei dem die besten Spieler hierherkommen, um zu spielen.“ Jedes Jahr werde ein Weltklasse-Wettbewerb abgehalten.
Bedeutet das für europäische Klubs, dass sie in Zukunft Spieler vom afrikanischen Kontinent öfter abstellen müssen? Nein, ziemlich sicher nicht. Wie auch in Europa und in Nord- und Mittelamerika werden die Spiele wohl auf die Länderspielpausen im Herbst gelegt.
Statt zusätzlicher Termine entfallen Freundschaftsspiele und gegebenenfalls wird die Qualifikation zur WM und dem Afrika-Cup neu organisiert.












