
Der Oktober startet golden. Doch vor den britischen Inseln braut sich Unheil zusammen. Ein Bomben-Zyklon bildet sich – der Sturm soll auch Deutschland erfassen.
Es wird ungemütlich: Am Wochenende muss Deutschland mit stürmischem Wetter rechnen. Teils könnte Orkanstärke erreicht werden, wie der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online mitteilte. Auf dem Brocken erwartet er Windstärken von bis zu 120 km/h. An den Küsten dürften 100 km/h drin sein, im Landesinneren – etwa in den Regionen um Hamburg und Hannover – bis zu 80 km/h.
Die Ursache: Vor den britischen Inseln entsteht ein sogenannter Bomben-Zyklon. Das heißt: Ein Tief verstärkt sich in enormem Tempo. Meteorologen sprechen von einer Bombogenese, wenn der Druck im Zentrum eines Tiefs binnen 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt.
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Dieses Szenario wird den aktuellen Prognosen zufolge am Ende der Woche erreicht. Vor den britischen Inseln bilde sich ein mächtiges Tief, erklärt Diplom-Meteorologe Jung. Dann rausche auch noch Ex-Hurrikan „Humberto“ ins Geschehen: „Der ehemalige Hurrikan befeuert die Entstehung des Tiefs“, sagt Jung, „und wird für die Zündung der Bombogenese sorgen.“
Am Freitag um 0 Uhr betrage der Druck im Zentrum des Tiefs den Prognosen zufolge noch 987 Hektopascal, bis zum Ende des Tages rausche der Druck um 36 Hektopascal in die Tiefe. Dann befinde sich das Tief ungefähr bei Irland. Die Ausläufer würden Deutschland am Samstag treffen.
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Mit dem goldenen Oktober ist es dann zumindest vorübergehend vorbei. Das Hoch über Nordosteuropa, das dem Wetterdienst Wetter.com zufolge am Donnerstag noch einmal viel Sonnenschein bringt, wird von den Ausläufern des Bomben-Zyklons zurückgedrängt.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Samstag vor möglichen schweren Sturmböen. In Staulagen der Mittelgebirge könne zudem Dauerregen mit mehr als 30 Litern pro Quadratmeter fallen. Auch am Sonntag seien stürmische Böen bis ins Binnenland möglich.
Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Möglicherweise steht erneut schönes Wetter bevor. Zumindest sollen die Temperaturen wieder steigen, prognostiziert Diplom-Meteorologe Jung. Am kommenden Montag und Dienstag könne das Thermometer auf Werte jenseits von 20 Grad steigen. Aktuell würden die Modelle sogar bis zu 22 Grad vorhersagen.













