
Feuerkatastrophe in Crans-Montana
Barbetreiber widerspricht Staatsanwaltschaft
Aktualisiert am 11.01.2026 – 16:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Betreiber der Unglücksbar „Le Constellation“ sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft. Einer Theorie zur Brandursache widerspricht er.
Der Betreiber der Unglücksbar in Crans-Montana, Jacques M., soll bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft erklärt haben, dass er Tischfeuerwerke als Brandursache für wenig wahrscheinlich erachte. Wie die französische Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen schreibt, erklärte er, dass er die Entflammbarkeit der Schaumstoffdecke persönlich getestet habe.
Demnach erklärte M., dass die in der Bar verwendeten Fontänen nicht genügend Kraft gehabt hätten, um den Kunststoff in Brand zu setzen. Zudem soll er ausgesagt haben, dass die Partyfontänen in der vergangenen Silvesternacht keine Neuheit gewesen seien: „Wir machen das seit zehn Jahren, es gab noch nie ein Problem.“
In der Bar ist in der Nacht zum neuen Jahr ein Feuer ausgebrochen, bei dem 40 meist junge Menschen ums Leben gekommen sind. 120 weitere Personen wurden bei dem Feuer teils schwer verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Partyfontänen die Schaumstoffdecke der Bar in Brand gesetzt haben.
Bereits am Samstag war berichtet worden, dass M. vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt habe, dass er die Schaumstoffdecke persönlich in der Bar angebracht hätte – direkt, nachdem er „Le Conestellation“ 2015 erworben hatte. M. soll bei den Renovierungsarbeiten Materialien aus dem Baumarkt verwendet haben. Zudem soll er eingeräumt haben, dass eine Servicetür im Kellerbereich in der Unglücksnacht verschlossen war.
Nach der Befragung entschuldigte sich seine Ehefrau Jessica M. unter Schluchzen. „Das ist eine unvorstellbare Tragödie. Niemals, wirklich niemals im Leben hätten wir uns das vorstellen können.“ Sie fügte hinzu: „Das ist in unserer Einrichtung passiert, und ich möchte mich entschuldigen.“



