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Deutschland

Berlinale 2026: Die Bärenjagd ist eröffnet

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Februar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Berlinale 2026: Die Bärenjagd ist eröffnet
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Ein winterliches Volksfest: 330.000 Eintrittskarten, offene Kinosäle

Zwar gibt es weniger Stars als in Cannes oder Venedig, aber die Berlinale macht das Beste aus ihren Auftritten – teilweise bei kontroversen Pressekonferenzen. Sein bewusst weniger glamouröses Profil schafft Raum für Regisseure aus Ländern, die selten im Rampenlicht stehen.

Die Berlinale versteht sich seit jeher als Festival für die breite Öffentlichkeit. Kein anderes großes A-Festival verkauft so viele Tickets an normale Kinobesucher; im Jahr 2025 waren es rund 330.000. Anders als in Cannes oder Venedig ist das Kino hier kein exklusiver Branchentreff, sondern Teil der Stadt.

Von einer Ost-West-Bühne zu einem globalen Festival

Das diesjährige Programm zeigt erneut, dass Berlin breiter aufgestellt ist als viele Mitbewerber. Neben dem Wettbewerb selbst haben Sektionen wie Panorama und Forum internationale Bedeutung. Das Panorama gilt als zentrale Plattform für queeres Kino, das Forum als Raum für ästhetisch radikale und experimentelle Arbeiten.

Sowohl vor als auch nach dem Mauerfall war die Berlinale ein Schaufenster für Filme aus Osteuropa. In der geteilten Stadt erreichten diese erstmals ein großes westliches Publikum und internationale Verleiher.

Der deutsche Film hat in den letzten Jahren wieder an Selbstvertrauen gewonnen, aber auch Produktionen aus Asien, Afrika und Lateinamerika rückten in den Mittelpunkt. Heute versteht sich die Berlinale weniger als Ost-West-Brücke, sondern vielmehr als globales Forum.

Deutsches Kino im Wettbewerb: vier Filme, vier Perspektiven

Das deutschsprachige Kino ist in diesem Jahr mit vier Titeln vertreten, die sein breites Spektrum widerspiegeln: von der Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Identität (Eva Trobischs „Etwas ganz Besonderes“) über anspruchsvolles Arthouse-Kino (Angela Schanelecs „Meine Frau weint“) und historischen Genrefilmen (Markus Schleinzers „Rose“) bis hin zu Erzählungen über Migrationserfahrungen. İlker Çatak, der für The Teachers‘ Lounge (2023) eine Oscar-Nominierung erhielt, erzählt in seinem neuen Film Gelbe Briefe von einem intellektuellen Paar, das in der Türkei unter Druck gerät.

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