
Medienbericht enthüllt
Crans-Montana: Brisanter Verdacht kommt auf
Aktualisiert am 25.01.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Konnten Jacques und Jessica M. damit rechnen, dass das Tischfeuerwerk ein Inferno in der Bar „Le Constellation“ anrichten würde? Ein aktueller Bericht wirft neue Fragen auf.
In der Unglücksbar „Le Constellation“ im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana soll es einem Medienbericht zufolge bereits 2024 ein durch Tischfeuerwerk ausgelöstes Feuer gegeben haben.
Der italienischen Zeitung „La Repubblica“ zufolge soll einer der Opferanwälte, Sébastien Fanti, den Ermittlern eine umfangreiche Akte zur Verfügung gestellt haben, mit E-Mails von Zeugen und Überlebenden. Unter den Dokumenten soll sich auch der Beweis für das Feuer im Jahr 2024 wiederfinden. Auch der damalige Brand sei durch Sprühfontänen ausgelöst worden – genau wie die Feuerkatastrophe in der Silvesternacht Anfang dieses Jahres. Details zu den möglichen Beweisen blieben in dem Bericht unklar.
Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis blockt Medienanfragen grundsätzlich ab und verweist regelmäßig darauf, dass „die nächsten Mitteilungen über das Drama in Crans-Montana ausschließlich in Form einer Pressemitteilung“ erfolgen würden.
Dass in der Bar „Le Constellation“ bereits in der Vergangenheit regelmäßig an Champagnerflaschen angebrachte Sprühfontänen eingesetzt worden waren, legt unter anderem ein Werbevideo nahe, das die Bar im Mai 2024 selbst veröffentlicht hat.
Doch das Betreiberpaar hat bisher den Eindruck erweckt, die Tragödie sei nicht vorhersehbar gewesen. Jessica M. sagte am 9. Januar vor Journalisten: „Das ist eine unvorstellbare Tragödie. Niemals, wirklich niemals im Leben hätten wir uns das vorstellen können.“
In der Bar „Le Constellation“ hatten in der Silvesternacht funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Die Flammen breiteten sich schnell aus. 40 Menschen kamen in der Folge ums Leben, darunter zahlreiche Minderjährige. 116 Menschen wurden verletzt, davon erlitten etwa 80 schwere Verbrennungen.
Die Gemeinde Crans-Montana hatte eingeräumt, dass die eigentlich vorgeschriebenen Brandschutzkontrollen in der Bar seit 2019 nicht mehr durchgeführt worden waren.











