„Große Menschenansammlungen meiden“

Auswärtiges Amt mahnt Türkei-Reisende zur Vorsicht


24.03.2025 – 11:42 UhrLesedauer: 2 Min.

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Istanbul: Ein Demonstrant mit Fez-Hut und Gasmaske gestikuliert am Sonntag vor den Schilden der Polizei. (Quelle: Murad Sezer)

Aufruhr in der Türkei: Abertausende demonstrieren in Ankara und Istanbul, trotz Demonstrationsverbots. Wie sich Urlauber jetzt verhalten sollten, erklärt das Auswärtige Amt.

In der Türkei sind nach der Absetzung und Inhaftierung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu am Sonntag erneut Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. In Istanbul fanden sich Abertausende Demonstranten vor der Stadtverwaltung auf dem Sarachane-Platz ein, trotz eines in der Millionenmetropole weiterhin geltenden Demonstrationsverbots.

Den Berichten zufolge setzte die Polizei am späten Abend Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstrierenden ein. Auch in Ankara, wo Demonstrationen zurzeit ebenfalls offiziell untersagt sind, setzten Tausende Menschen Berichten zufolge die Proteste fort.

Das Auswärtige Amt aktualisierte daraufhin am Montagmorgen seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei. Was Reisende jetzt beachten sollten:

Die Beobachter weisen außerdem darauf hin, dass es nicht erlaubt ist, Angehörige der Sicherheitskräfte sowie militärische Einrichtungen oder Grenzanlagen zu fotografieren.

Des Weiteren seien öffentliche Äußerungen gegen den türkischen Staat, Sympathiebekundungen zu von der Türkei als terroristisch eingestuften Organisationen und auch die Beleidigung oder Verunglimpfung staatlicher Institutionen und hochrangiger Persönlichkeiten verboten und werden den Angaben nach mit Geldbußen oder Haftstrafen geahndet. „Der Vorwurf lautet hier oftmals auf ‚Terrorpropaganda‘ oder den im türkischen Strafrecht vorgesehenen Tatbestand der Präsidentenbeleidigung“, schreibt das Auswärtige Amt.

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