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Politik

Auschwitz-Befreiung und Demokratie in Gefahr: Holocaustüberlebende besorgt

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Auschwitz-Befreiung und Demokratie in Gefahr: Holocaustüberlebende besorgt
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Elly Gotz, 1928 im litauischen Kaunas/Kowno geboren, überlebte Sklavenarbeit im Konzentrationslager Dachau:

„Wir müssen Mitgefühl lehren. Wie lehrt man Mitgefühl? Manche Menschen haben Freude daran, andere zu quälen oder zu töten? Nun, manche Menschen sind einfach Tyrannen, die Freude am Leiden anderer haben, aber sie sind noch in der Minderheit, obwohl Hass heute in einigen Ländern auf die Mehrheit übergegriffen hat.„

„Schülerinnen und Schüler lesen nicht, sie sind in ihre Telefone vertieft und hören sich kurze Informationsschnipsel an, von denen viele Fake News sind. Unsere Technologie hat einige sehr negative Eigenschaften. Sie ist so fesselnd. TikTok ist wie Opium.„

„Wir müssen Goethe und die große Literatur gegen TikTok und schädliche soziale Medien einsetzen.„

„Was Kinder vor Hass schützt, ist, durch das Lesen guter Literatur, klassischer Literatur, Einblicke in die menschliche Natur zu gewinnen. Ich erinnere mich, wie ich als Kind so bewegt war, als ich ‚Onkel Toms Hütte‘ las – über Sklaverei. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Menschen sagen würden, sie würden einen anderen Menschen besitzen. Wie schwer, wie leidvoll war die Sklaverei. Das weckte in mir Mitgefühl und Empathie.„

„Ich spürte den Schmerz persönlich. Das hat mir geholfen, Hass zu verstehen. Deshalb ist mehr Literaturunterricht so wichtig. Es ist ein Gewinn für die Menschheit, unsere großen Schriftsteller zu lesen. Denn sie haben das Leiden der Menschheit verstanden und so klar darüber geschrieben, dass sie Mitgefühl hervorrufen.„

Margot Friedländer, 1921 in Berlin geboren und dort 2025 gestorben, überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt:

„Wer kann am besten den Menschen erklären, was war? Wir, die wir es erlebt haben. […] Es ist nicht für mich. Es ist für euch, für Deutschland, für die Zukunft der Demokratie. Damit ihr so etwas nie erleben müsst, was wir erleben mussten.„

„Ich bin sehr enttäuscht, dass alles wieder so aufgeflammt ist.„

„Es ist wieder viel Hass in der Welt. Wir haben ja wieder Krieg. Menschen werden umgebracht. Für was? Für Macht.„

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