Betrüger denken sich immer wieder neue Maschen aus, um Menschen um ihr Geld zu bringen. Wir zeigen Ihnen, wie gegenwärtig abgezockt wird.

Es ist eine regelrechte Abzockwelle, die derzeit über Konsumenten hereinbricht. Betrüger versuchen vor allem über digitale Kanäle, Zugang zu sensiblen Daten, Kreditkarten und Konten zu erhalten. Mit welcher Masche sie zurzeit unterwegs sind, lesen Sie immer aktuell hier.

Es klingt zu gut, um wahr zu sein: Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum halben Preis, günstige Marken-Grills für den Fernsehabend im Garten – derzeit fallen den Verbraucherzentralen vermehrt verdächtige Online-Anbieter auf, die es auf Fußball-Fans abgesehen haben. Wer sich unsicher ist, ob er es mit einem Fakeshop zu tun hat, kann sich im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen eine Ersteinschätzung holen.

So warnen die Verbraucherschützer beispielsweise vor den vermeintlichen Trikot-Shops emsports.de und funftball.com. Alarm schlagen die Prüfmechanismen auch bei Adressen wie gartenshop-marsmann.de, flammenfreude.de und saroni-handel.de.

„Ob jemals Ware kommt, ist fraglich“, urteilen die Verbraucherzentralen. „Auf den Seiten finden sich teils intransparente Qualitätssiegel und Zertifikate, kein oder kein vollständiges Impressum, angebliche Geschäftsadressen, die in Wohngebieten liegen, oder falsche Umsatzsteuer-IDs.“ Hinzu kämen negative Erfahrungsberichte von Verbrauchern.

Kunden der HypoVereinsbank sind derzeit im Visier von Cyberkriminellen. Wie die Verbraucherzentrale mitteilt, tauchen derzeit vermehrt E-Mails mit dem Betreff „Letzte Erinnerung: Aktualisieren Sie Ihre Telefonnummer für Ihr HypoVereinsbank-Konto“ auf. In der Nachricht steht, dass angeblich ein Update der Kontaktdaten nötig sei. Kunden sollen ihre Telefonnummer aktualisieren, um „im Falle verdächtiger Aktivitäten“ schneller erreichbar zu sein.

Dazu soll man auf einen Link klicken, hinter dem man seine Informationen eingeben kann. Die E-Mail sieht unauffällig und professionell aus und könnte daher auch ein falsches Gefühl von Sicherheit erzeugen. Einzig das Fehlen der persönlichen Anrede („Sehr geehrter Kunde“) und die E-Mail-Adresse des Absenders sind verdächtig. Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.

(Quelle: Verbraucherzentrale)

Die Verbraucherzentrale warnt derzeit vor E-Mails von Kriminellen, die angeblich vom Mobilfunk- und Internetanbieter 1&1 kommen. In der Nachricht wird vor „kritischen Sicherheitsrisiken auf Ihrem Gerat“ gewarnt. Schon die falsche Schreibweise des Wortes „Gerät“ sollte aufhorchen lassen – oft sind solche E-Mails aber überzeugend gefälscht, viele reagieren aus Angst darauf.

„1&1“ habe der Nachricht zufolge „verdächtige Aktivitäten“ und „unbefugte Zugriffe“ festgestellt – und rät zur Installation eines „zuverlässigen“ Antivirenprogrammes, ganz einfach per Klick. Wer diese E-Mail bekommen hat, sollte dem Link aber auf keinen Fall folgen. Die Verbraucherzentrale rät dazu, sie in den Spam-Ordner zu schieben oder zu löschen.

Die „Apotheken Umschau“ warnt derzeit vor Trickbetrügern, die den „guten Ruf“ der Zeitschrift „missbrauchen“, wie es auf der Website des Gesundheitsmagazins heißt. Diese rufen ihre beabsichtigten Opfer an und wollen unter anderem Zeitschriftenabos verkaufen. Oft bauen sie dabei auch psychischen Druck auf und verweisen auf angebliche Gewinne aus Rätseln in der Zeitschrift.

Wie Susanna Licht, Juristin in der Rechtsabteilung des „Wort & Bild“-Verlags, erklärt, werden Gewinner von Verlosungen nie telefonisch kontaktiert. Auch werden keine Daten an Dritte weitergegeben. Die „Apotheken Umschau“ bittet darum, bei solchen Anrufen direkt aufzulegen.

Aktuell sind Phishing-Mails im Umlauf, die Kunden der Allianz-Versicherung ins Visier nehmen. Diese Mails tragen den Betreff „Allianz Sicherheitsüberprüfung am [Datum]“ und fordern die Bestätigung persönlicher Daten. Sie beginnen mit einer unpersönlichen Anrede und einer allgemeinen Erklärung zur Wichtigkeit aktueller Daten und Sicherheit, gefolgt von einem Button zur „Bestätigung“.

(Quelle: Verbraucherzentrale)

Auffällig ist, dass sowohl die Absenderadresse als auch die Mail selbst verhältnismäßig echt wirkt und offiziell aussieht. Es fehlen lediglich persönliche Details, wie der Name oder eine Vertragsnummer. Ein klarer Hinweis auf Phishing ist aber auch der verdächtige Link in der E-Mail, der erkennbar ist, wenn Sie mit der Maus darüber fahren, ohne ihn anzuklicken.

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