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NRW-Weihnachtsgeschäft bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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NRW-Weihnachtsgeschäft bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück
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Eine Woche vor Weihnachten sind viele Einzelhändler in Nordrhein-Westfalen angesichts der bisherigen Umsätze unzufrieden. Sie hoffen, dass die Kauflaune in den Tagen vor dem Fest deutlich anzieht.

Die Einzelhändler in Nordrhein-Westfalen sind enttäuscht über die bisherigen Umsätze in den Wochen vor dem Fest. „Das Weihnachtsgeschäft bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück“, sagte Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen, am Freitag.

Ende November sei das Geschäft gut gewesen, in der Woche zwischen dem ersten und zweiten Advent jedoch spürbar eingebrochen. In klassischen Geschenkbranchen wie Uhren, Schmuck, Parfüm, Kosmetik und Buchhandel waren die Umsätze dem Verband zufolge noch gut, Anfang Dezember hätten Kundinnen und Kunden zudem verstärkt zu Elektronik-Produkten gegriffen.

Die Händler hoffen darauf, dass das Geschäft in den letzten Tagen vor dem Heiligabend anzieht. Gutes Wetter und festliche Beleuchtung tragen erfahrungsgemäß dazu bei, viele Kunden in die Innenstädte zu locken. Einen Nachteil gibt es für Händler in diesem Jahr: Weil der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, können Spätentschlossene an dem Tag keine Geschenke mehr kaufen.

Geschäft zuletzt bundesweit hinter den Erwartungen

Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel traditionell die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Stationäre Händler erwirtschaften dem Handelsverband Deutschland (HDE) zufolge knapp 20 Prozent ihrer Umsätze im November und Dezember. Zuletzt blieb das Geschäft aber bundesweit hinter den Erwartungen zurück. Laut einer Umfrage des HDE unter 350 Unternehmen waren in der Woche vor dem zweiten Advent nur ein Viertel der Händler zufrieden, fast 60 Prozent unzufrieden.

Wegen der hohen Inflation sind viele Menschen in Deutschland in diesem Jahr nicht in Kauflaune. Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) will – wie im Vorjahr – jeder Dritte bei den Geschenken sparen. Anlaufpunkt für Weihnachtseinkäufe sind in diesem Jahr demnach nur noch zu 49 Prozent stationäre Geschäfte, das sind vier Prozentpunkte weniger als 2022.

Aus Sicht des Handelsexperten Kai Hudetz vom IFH wurde das Weihnachtsgeschäft durch Aktionstage wie den Amazon Prime Day und den Black Friday in diesem Jahr besonders stark vorgezogen. Die hohen Rabatte wirkten sich zu Lasten der Margen aus und erschwerten es, in den Tage vor dem Fest noch Kaufimpulse auszulösen.

Einkaufsstraßen verzeichnen niedrigere Passantenfrequenz

Eine aktuelle Studie der Hochschule Worms und der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt: Mehr als die Hälfte der beliebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands verzeichneten im Vorjahresvergleich zum Beginn der Adventszeit einen deutlichen Rückgang der Passantenfrequenzen.

Der HDE prognostiziert für das diesjährige Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember einen Gesamtumsatz von etwas mehr als 120 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nominell zwar ein leichtes Umsatzplus, bereinigt um Preissteigerungen jedoch ein Minus von 5,5 Prozent.

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