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You are at:Home»Lifestyle»Vatertag: Wo liegt der Ursprung des Herrentags?
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Vatertag: Wo liegt der Ursprung des Herrentags?

wochentlich.deBy wochentlich.de15 April 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Vatertag: Wo liegt der Ursprung des Herrentags?
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An Christi Himmelfahrt ist auch Vatertag. Männer ziehen in Gruppen los, oft mit Bollerwagen und Bier. Wo liegt der Ursprung dieser Tradition?

Das Wichtigste im Überblick


Zum Vatertag gehören für viele Männer feucht-fröhliche Bräuche – oft mit Bierfass und Leiterwagen im Grünen. Ob die teilnehmenden Männer dabei wirklich Väter sind oder nicht, spielt dabei keine Rolle. In Deutschland wird der Vatertag traditionell an Christi Himmelfahrt gefeiert.

Damit findet er immer an einem Feiertag und 39 Tage nach dem Ostersonntag beziehungsweise 40 Tage nach Ostern statt. Vatertag ist zudem in jedem Jahr an einem Donnerstag. 2024 fällt er auf den 9. Mai. Menschen in Ostdeutschland bezeichnen den Tag auch als „Herrentag“ oder „Männertag“.

Ein möglicher Ursprung: Umzüge am Himmelfahrtstag

Der Ursprung des Vatertags lässt sich nicht ganz genau bestimmen. Vermutet wird, dass sich verschiedene Traditionen miteinander vermischt haben. So geht man davon aus, dass die feucht-fröhlichen „Herrenpartien“ eine Verbindung zu den Riten des christlichen Feiertags der Kirche haben.

Seit dem 4. Jahrhundert feiern Christen an Himmelfahrt die „Aufhebung“ Jesu in den Himmel, die Rückkehr des Gottessohnes zum Vater. Später zogen die Gläubigen an diesem Tag bei den sogenannten Flurumgängen um die Felder und baten um eine gute Ernte. Dass schon damals ordentlich gezecht wurde, belegen Zeugnisse aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Im 19. Jahrhundert soll der christliche Ursprung zunehmend in den Hintergrund gerückt sein. Die ersten „Herrentouren“ aufs Land kamen in Mode, Frauen waren schon damals nicht dabei. Aus dem Berliner Raum ist bekannt, dass dort Gruppen aus überwiegend alleinstehenden Männern – davon gab es um 1900 viele in Berlin – jedes Jahr wieder Ausflüge am Himmelfahrtstag unternahmen.

Als schöner Frühlingstag, der noch dazu ab 1934 arbeitsfrei war, war Himmelfahrt ein willkommener Anlass für Ausflüge und meist auch für heftigen Alkoholgenuss. Auch zu DDR-Zeiten lebte die Tradition des „Herrentags“ in und um Berlin fort, wenngleich Christi Himmelfahrt als Feiertag in der DDR 1967 abgeschafft wurde.

Den „Father’s Day“ in den USA hat eine Frau erfunden

In den USA geht der „Father’s Day“ auf eine Frau zurück: auf Sonora Louise Smart Dodd aus der kleinen Stadt Spokane im US-Bundesstaat Washington. Ihr Vater hatte nach dem Tod seiner Ehefrau sechs Kinder allein großgezogen. Um ihn zu ehren und vom gerade erst eingeführten Muttertag inspiriert, konnte Dodd zunächst die örtlichen Behörden überzeugen, am dritten Sonntag im Juni künftig auch der Väter zu gedenken – zum ersten Mal 1910. Sechs Jahre später feierte Präsident Woodrow Wilson den Vatertag im Weißen Haus, doch erst 1972 erklärte ihn Präsident Richard Nixon zum offiziellen Feiertag. In den USA findet der „Father’s Day“ am dritten Sonntag im Juni statt.

In anderen Ländern wird der Vatertag wiederum an einem anderen Termin im Jahr begangen. In Frankreich oder den Niederlanden zum Beispiel bekommt Papa am dritten Sonntag im Juni Geschenke oder das Frühstück ans Bett. In Neuseeland oder Australien hingegen fällt der Vatertag – ein Fest für die ganze Familie – stets auf den ersten Sonntag im September. In Italien wird nach römisch-katholischer Tradition am Josefstag gefeiert, „Festa di San Giuseppe“ ist am 20. März. Der Tag geht auf den Ziehvater Jesu und Ehemann der heiligen Mutter Maria zurück.

Vatertag als Familienfest

Heutzutage wird der Männertag auch vermehrt dazu genutzt, mit der ganzen Familie einen Ausflug zu machen. Vor allem „wirkliche“ Väter, die ihre wilde Phase hinter sich haben, freuen sich dann darüber, den freien Himmelfahrtstag mit der Partnerin und den Kindern verbringen zu können.

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