Nach seiner gewalttätigen Attacke auf einen Schiedsrichter ist der Präsident des Erstligisten Ankaragücü lebenslang gesperrt worden.
Nach seiner gewalttätigen Attacke auf einen Schiedsrichter ist der Präsident des Erstligisten Ankaragücü vom türkischen Fußballverband TFF lebenslang gesperrt worden. Das gab der Verband am Donnerstag bekannt. Zudem belegte der TFF-Disziplinarausschuss Ankaragücü mit einem Zuschauer-Ausschluss von fünf Heimspielen sowie einer Geldstrafe von 60.000 Euro.
Bereits am Dienstagabend war bei Ankaragücü Faruk Koca als Präsident des Hauptstadt-Klubs zurückgetreten. Nach dem 1:1 gegen Rizespor am Montag hatte er Schiedsrichter Halil Umut Meler mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Weitere Personen traten zudem auf den zu Boden gegangenen Unparteiischen ein. Der türkische Verband setzte den Spielbetrieb der Süper Lig daraufhin bis 19. Dezember aus.
Rücktritt am Dienstagabend
Koca erhielt vom Verband zwar nur eine fünfjährige Sperre. Laut Verbandsregeln wird jede Sperre über drei Jahre aber zu einer dauerhaften Sperre. Koca hatte Schiedsrichter Meler nach dem Abpfiff des Spiels zwischen MKE Ankaragücü und Çaykur Rizespor mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wie auf Videos zu sehen war. Meler ging daraufhin zu Boden, weitere Beteiligte traten auf ihn ein. Rizespor hatte in der siebten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich erzielt. Koca trat am Dienstagabend zurück.
Als Reaktion auf den Vorfall sollen bis zum 19. Dezember alle Ligaspiele ausgesetzt werden. Der Vorfall hatte über die Grenzen der Türkei hinweg für große Empörung gesorgt. Unter anderem der ehemalige Star-Referee Pierluigi Collina und FIFA-Präsident Gianni Infantino verurteilten den Angriff scharf. Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte den Übergriff.
