Südlich von Bremen haben am Montag die Wände gewackelt. Dieses Mal ist der Grund allerdings nicht der Überschallknall eines Kampfjets.
Am Montagmittag dürften sich viele Einwohner südlich von Bremen erschrocken haben, als plötzlich die Wände vibrierten. Grund dafür war ein Erdbeben – das stärkste innerhalb der vergangenen 20 Jahre in Niedersachsen.
Laut des Portals „Erdbebennews“ erreichte das Beben gegen 12.07 Uhr eine spürbare Stärke von 3,5. Die Erschütterungen waren vor allem im Kreis Diepholz deutlich zu spüren, auch im Teilen vom Kreis Verden und in Bremen bebte die Erde.
Erdbeben in Tiefe von etwa sieben Kilometern
Das Beben sei aufgrund seiner geringen Tiefe von etwa sieben Kilometern in einem großen Gebiet für rund 1,2 Millionen Menschen spürbar gewesen, teilt das Geoforschungs-Zentrums in Potsdam mit. Das Epizentrum befand sich in Bassum, etwa 35 Kilometer südlich von Bremen.
Eine Gefahr stellen Erdbeben dieser Kategorie im Normalfall nicht dar. Lediglich kleine Schäden an Gebäuden seien möglich, so „Erdbebennews“. Erst ab einer Stärke von 6 gelten Erdbeben als gefährlich und können massive Zerstörungen in besiedelten Gebieten verursachen.
Als mögliche Ursache für das Erdbeben kommt die Erdgasförderung auf dem Feld Klosterseelte-Kirchseelte-Ortholz in Frage. In den vergangenen Jahren hat die Erde in Bassum deshalb schon mehrfach gebebt.
