Mehr als 100 Beamte im Einsatz
Suche nach 13-Jähriger in Berlin wird fortgesetzt
Aktualisiert am 07.11.2026 – 13:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Dienstagmorgen wird eine 13 Jahre alte Schülerin aus Berlin vermisst. Sie wollte zur Schule, doch kam dort nie an. Die Polizei geht von einem möglichen Verbrechen aus.
Mit zahlreichen Polizisten wird seit dem Samstagmorgen weiter nach einer 13-jährigen vermissten Schülerin aus Berlin-Marzahn gesucht. Auf der Straße und in den Büros seien mehr als 100 Beamte im Einsatz, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Michael Petzold der Deutschen Presse-Agentur. Auch Spezialkräfte seien darunter. „Es bestehen weiterhin Anhaltspunkte für ein Verbrechen.“
Die Einsatzkräfte waren am Morgen in der Umgebung des Wohnhauses des Mädchens unterwegs und verteilten Flugblätter. Die Berliner Polizei hatte am Freitag eine aufwendige Suche nach der 13-Jährigen gestartet. Laut Polizei verließ Lisa T. ihr Wohnhaus am Dienstag gegen 7.15 Uhr, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Doch dort kam sie nie an. „Es besteht der Anfangsverdacht für eine Straftat“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Hubschrauber und Spürhunde
Bei der Suche am Freitag überflog ein Hubschrauber das Wohngebiet mit zahlreichen Plattenbauten und Grünflächen dazwischen. Auch Spürhunde wurden für die Suche eingesetzt.
Die Mordkommission der Berliner Polizei bittet um Mithilfe. „Wer kann Angaben machen, wo sich Lisa aktuell befindet oder wer hat sie an diesem Tag auf dem Weg zur Schule gesehen?“ Die Polizei hatte am Dienstag eine Mitteilung mit einem Foto zu dem Verschwinden mit dem Aufruf für Hinweise aus der Bevölkerung veröffentlicht. Lisa T. wird als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben. Sie ist dem Foto zufolge asiatischstämmig und hat lange dunkle Haare. Bekleidet war sie demnach zuletzt mit einer schwarzen Winterjacke, einem grauen Oberteil, einer blauen Jeans, weißen Sneakern, und sie trug einen schwarzen Rucksack.
Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus dem Stadtteil Britz im Berliner Bezirk Neukölln im Februar 2019. Bis heute wurden weder sie noch ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte in Brandenburg Suchtrupps mit hunderten Beamten, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher eingesetzt. Handydaten sowie Hunderte Hinweise wurden von der Polizei ausgewertet, aber vergeblich.
Die Polizei verdächtigt den Mann von Rebeccas Schwester, sie getötet zu haben. Der Mann bestreitet das. Seine Verteidigung äußerte sich mehrfach auf Anfragen nicht.