Anschlag auf Flughafen Leipzig/Halle
BKA sucht mit KI-Bild nach Drohnenattentäter
06.11.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Das BKA spürt mit neuer Technik nach einem Drahtzieher des Drohnenangriffs auf den Airport Leipzig/Halle: KI generierte das Fahndungsfoto eines dritten Verdächtigen.
Das Bundeskriminalamt (BKA) geht bei der Suche nach Hintermännern des vereitelten Drohnenanschlags auf den Flughafen Leipzig/Halle neue Wege. So ließ das BKA KI-generierte Fahndungsfotos eines dritten Verdächtigen erzeugen. Sie zeigen zum einen das Gesicht einer Person mit Baseball-Mütze und Kapuzenpulli. Zum anderen zeigen sie die schwarz gekleidete Person in einer Totalaufnahme auf einem schwarzen E-Bike.
„Ungewöhnlich warme Kleidung“
Das BKA fahndet nun nach einer dritten Person. Nähere Angaben zu dem Verdächtigen wollte das BKA auf t-online-Anfrage nicht machen. Auf der Homepage der Behörde ist von einer „schlanken Person“ die Rede, die schwarz gekleidet gewesen sei. „Besonders auffällig könnte die für den Hochsommer ungewöhnlich warme Kleidung der Person gewesen sein“, so die BKA-Fahnder.
Gesucht werden Zeugen, die eine solche Person im Zeitraum zwischen 31. Juli und 4. August nahe den Ortschaften Rabutz und Beuditz gesehen haben. Ein Feldweg zwischen beiden Orten gilt als Ausgangspunkt der Drohne. Über die Öffentlichkeitsfahndung berichtete zuerst der „Spiegel“.
Das BKA führte vor zwei Jahren eine KI-gestützte Gesichtserkennung ein. Seit 2025 wird KI auch genutzt, um Fahndungsfotos zu erstellen.
Die Bundesregierung machte Anfang September Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag verantwortlich, Moskau weist die Vorwürfe zurück.