Wegen Niedrigwassers
Zonser Fähre muss erneut den Betrieb einstellen
07.11.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Erst vor wenigen Wochen könnte die Zonser Fähre wieder den Betrieb aufnehmen, nun geht erneut nichts mehr. Schuld daran ist mal wieder der Rhein.
Die Rheinfähre zwischen der Düsseldorf und dem Dormagener Stadtteil Zons fährt wegen des Niedrigwassers erneut nicht. Der Fährbetrieb Jansen & Söhne hat den Betrieb eingestellt. „Es geht nicht mehr, es ist so wenig Wasser im Rhein, dass wir uns alles kaputt fahren würden“, sagte Unternehmenschef Wolfgang Jansen der Deutschen Presse-Agentur.
Die Pause werde mindestens ein paar Tage dauern, deutlich steigende Pegelstände seien nicht in Sicht. Der für die Zonser Fähre relevante Kölner Pegel war am Samstag um drei Zentimeter auf 65 Zentimeter gefallen. Am Montag waren noch 72 Zentimeter gemessen worden.
Zonser Fähre muss schon fast 70 Tage pausieren
Es ist nicht die erste Pause in diesem Jahr für die Zonser Fähre. Am Samstag stand der Betrieb bei 69 Tagen, an denen er witterungsbedingt nicht fahren konnte. Der bisherige Höchstwert an witterungsbedingten Ausfalltagen stammt aus dem Jahr 2018, damals waren es 46 Tage. Der Jahresumsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahr bislang halbiert, sagt Jansen.

Er zeigte sich frustriert, dass der Herbst nach dem trockenen Sommer bislang nicht die üblichen Regenfälle gebracht habe. „Normalerweise haben wir im November Allerheiligenhochwasser – jetzt haben wir Allerheiligenniedrigwasser“, sagte er. Auch die Leverkusener Fähre, die nach Köln fährt, muss aktuell pausieren.
Andere Rheinfähren sind noch in Betrieb, aber mit Einschränkungen. Die Fähre Siebengebirge zwischen Bad Honnef und Rolandseck nimmt wegen des Niedrigwassers keine Lastwagen, Wohnmobile und Wohnwagen mit. Die Bislicher Fähre zwischen Wesel und Xanten hatte ihre Saison im Oktober vorzeitig beendet.