Sie soll neue Bundespräsidentin werden
„Ich gehe als Single durchs Leben“
Aktualisiert am 06.11.2026 – 22:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Immer mehr Politiker sprechen sich für Ilse Aigner als Nachfolgerin von Bundespräsident Steinmeier aus. Mit dem Amt würde sie gleich mehrere Neuheiten mit sich bringen.
In der kommenden Woche soll eine Entscheidung über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen werden. Parteiübergreifend sprachen sich dabei etliche Politker für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner aus. Privat ist nur wenig über die CSU-Politikerin bekannt.
Die 61-Jährige Aigner lebt in ihrem Geburtsort Feldkirchen-Westerham in Oberbayern. Dort wuchs sie mit ihren drei älteren Schwestern auf. Mittlerweile ist sie hier zur Ehrenbürgerin ernannt worden.
„Ich gehe als Single durchs Leben“
Aigner ist zwar Single, lebt aber nicht allein. Zusammen mit ihrer Familie wohnt sie in einem Dreigenerationenhaus. Singlesein bedeutet für sie nicht Einsamkeit. Das betonte sie erst kürzlich im Podcast „Grant & Gloria“ vom „Münchner Merkur“ und „tz“. In ihrem Familienverbund sei „immer irgendwas los“.
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„Ich gehe als Single durchs Leben“, sagte sie in dem Gespräch weiter. Eine neue Partnerschaft schließe sie zwar nicht aus, doch ihre politische Position mache eine Beziehung schwierig, weil sie „von einem Partner viel verlangen“ würde. Das habe sie in der Vergangenheit mehrmals zu spüren bekommen: „Ich habe es immer wieder mal versucht, mit mehr oder weniger Erfolg.“ Die Politik nahm schon früh einen großen Teil im Leben von Aigner ein. Schon seit 1994 ist sie als Politikerin aktiv, war damals mit Markus Söder zusammen die jüngste Abgeordnete mit 29 Jahren.

Vor rund 16 Jahren sprach Aigner mit der „Bild am Sonntag“ über ihren Beziehungsstatus und verriet damals: „Es gibt einen Mann in meinem Leben.“ Gleichzeitig erklärte sie aber auch: „Das ist mein Privatleben, und das trage ich nicht in die Öffentlichkeit.“ Drei Jahre später wurde von der Trennung berichtet.
„Ich weiß, was wirklich wichtig ist“
Aigner musste schon früh im Leben feststellen, dass das Wichtigste im Leben die Gesundheit ist. Mit 17 wurde ihr ein Tumor im Rücken diagnostiziert. Neben starken Schmerzen quälte sie auch die Ungewissheit über ihre Zukunft: eine Querschnittslähmung drohte. Es blieb nicht die einzige schwere Krankheit in ihrem Leben. In ihrer Zeit als Agrarministerin (2008 bis 2013) wurde bei Aigner Schilddrüsenkrebs festgestellt.