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In welchem Bundesland ist er gesetzlicher Feiertag?

wochentlich.deBy wochentlich.de6 November 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Außer in Sachsen

Warum der Buß- und Bettag kein Feiertag mehr ist


Aktualisiert am 06.11.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 3 Min.

Buß- und Bettag: An diesem Tag, zum Ende des Kirchenjahres, steht die Besinnung der Gläubigen im Mittelpunkt.Vergrößern des Bildes

Buß- und Bettag (Symbolbild): Zum Ende des Kirchenjahres steht an diesem Tag die Besinnung der Gläubigen im Mittelpunkt. (Quelle: kadirdemir/getty-images-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Nur einige Jahre lang war der Buß- und Bettag im Nachkriegsdeutschland ein gesetzlicher Feiertag. 1994 wurde er abgeschafft – außer in einem Bundesland.

Der Buß- und Bettag ist neben dem Aschermittwoch und dem Karfreitag einer der drei offiziellen Bußtage innerhalb des Kirchenjahres. An diesem Tag denken evangelische Christen gemeinsam über ihre Sünden und Fehlentscheidungen nach – der Einzelne beschäftigt sich also nicht nur mit seinen Fehlern, sondern auch mit jenen im gesellschaftlichen Leben. Die Kirche will mit diesem Tag die ganze Gesellschaft zur Besinnung rufen.

Der evangelische Besinnungstag ist nur in Sachsen ein Feiertag, in einigen anderen Bundesländern gibt es jedoch Sonderregelungen.

An diesem Tag ist Buß- und Bettag

Den Buß- und Bettag gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts. Er fällt traditionell auf den Mittwoch vor dem Totensonntag, den letzten Sonntag des Kirchenjahres. Er wird somit Ende November begangen.

An welchem Datum ist Buß- und Bettag?

2026: 18. November
2027: 17. November
2028: 22. November
2029: 21. November

Nur in Sachsen haben Arbeitnehmer an diesem Tag frei. In den anderen Bundesländern ist der Buß- und Bettag kein Feiertag mehr. Abgeschafft wurde er dort in den Neunzigerjahren. In Deutschland wurde 1995 die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung eingeführt, wodurch Arbeitgeber finanziell stärker belastet wurden. Zum Ausgleich, also zur Mitfinanzierung der Pflegeversicherung, schaffte die Politik ein Jahr zuvor den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag ab.

Die Abschaffung erfolgte gegen den Widerstand der Kirche. Viele evangelische Christen in Deutschland begehen den Feiertag trotzdem, denn es gibt Ausnahmeregelungen.

Nur in Sachsen noch Feiertag

Für den Erhalt des Buß- und Bettags hatte sich in Sachsen die damalige Landesregierung eingesetzt. Zum Nulltarif gibt es den arbeitsfreien Tag dort jedoch nicht. Als Ausgleich zahlen die sächsischen Arbeitnehmer 0,5 Prozent ihres Brutto-Gehaltes mehr in die Pflegeversicherung ein. Kritiker gehen davon aus, dass dieser Beitrag die Kosten für den zusätzlichen Feiertag sogar übersteigt.

Kritisiert wird diese Regelung auch, weil mehr als drei Viertel der Bevölkerung Sachsens überhaupt keiner Konfession angehören. Eine Wahlmöglichkeit haben konfessionslose sächsische Arbeitnehmer nicht.

Regelungen anderer Bundesländer: Bayern und Berlin

Obwohl der Buß- und Bettag offiziell abgeschafft wurde, ermöglichen die Feiertagsgesetze der meisten anderen Bundesländer Arbeitnehmern, an diesem Tag freizunehmen. Und zwar dann, wenn sie sich auf religiöse Pflichten berufen. Urlaub müssen Arbeitnehmer hierfür nicht einreichen. Stattdessen verzichten sie am Buß- und Bettag auf ihren Lohn.

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