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Vom Leben auf dem Bauernhof in die Staatskanzlei

wochentlich.deBy wochentlich.de5 November 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Vom Bauernhof ins Kabinett

Das Leben von Hubert Aiwanger


Aktualisiert am 05.11.2026 – 06:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Hubert Aiwanger: Der bayerische Wirtschaftsministrer ist tot. (Quelle: IMAGO/Stephan Goerlich)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Hubert Aiwanger wurde 55 Jahre alt. Der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident wuchs auf einem Bauernhof in Niederbayern auf.

Hubert Aiwanger ist tot. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident wurde 55 Jahre alt. Sein Weg führte vom elterlichen Bauernhof in Niederbayern bis in die bayerische Staatskanzlei.

Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach geboren. Aufgewachsen ist er auf dem Hof seiner Eltern in Rahrsdorf, einem Stadtteil von Rottenburg an der Laaber im Landkreis Landshut. Ein Weiler mit wenigen Dutzend Einwohnern. Gezüchtet wurden auf dem Hof wohl vor allem Schweine. Laut dem „Münchner Merkur“ hatte Aiwanger eine „Kindheit geprägt von Disziplin und Arbeit“. Er wisse, was es heißt, hart zu arbeiten, sagte er der „Münchner Kirchenzeitung“. Dennoch sei er damals ehrgeizig gewesen, habe versucht, Geld zu verdienen. „Natürlich habe auch ich in meiner Jugend hauptsächlich des Lohnes wegen gearbeitet, damit man als junger Bursche in der Clique mithalten konnte. Auch zu einem möglichst guten Ruf hat man nicht Nein gesagt“, sagte der dem Kirchenblatt.

Hubert Aiwanger: Im Gymnasium fiel er offenbar negativ auf

1977 bis 1981 ging er zur Grundschule, wie der Website Aiwangers zu entnehmen ist.

Danach ging Aiwanger auf das Burkhardt-Gymnasium in Mallersdorf. Hier ereignete sich ein Zwischenfall mit einer rechtsradikalen Hetzschrift, der während seiner Zeit als bayerischer Wirtschaftsminister hohe Wellen schlug. Auch sprachen Mitschüler von Hitlergrüßen im Klassenraum, einer Ausgabe von „Mein Kampf“ in Aiwangers Schultasche. Andere Mitschüler und Lehrer beschrieben ihn laut „Spiegel“ als freundlich, zurückhaltend, umgänglich, fürsorglich, gründlich und gewissenhaft. Das Abitur absolvierte Aiwanger recht erfolgreich mit 1,9, wie der „Münchner Merkur“ berichtete.

Die Vorfälle sollen sich zu der Zeit ereignet haben, als Hubert Aiwanger Mittel- und Oberstufenschüler am Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg war.Vergrößern des Bildes
Die Vorfälle sollen sich zu der Zeit ereignet haben, als Hubert Aiwanger Mittel- und Oberstufenschüler am Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg war. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

In einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ erzählte Aiwanger, er sei zu Schulzeiten sogar Klassensprecher gewesen. Aiwanger räumte in einer Stellungnahme bezüglich der Antisemitismusvorwürfe ein, „als Jugendlicher auch Fehler gemacht“ zu haben. Er könne sich zwar nicht daran erinnern, jemals einen Hitlergruß gezeigt zu haben, „weitere Vorwürfe wie menschenfeindliche Witze“ aber könne er „weder vollständig dementieren noch bestätigen“.

Ehemaliger Verein wendet sich von ihm ab

In seiner Jugend war der Politiker auch Lektor und Vorsitzender der Katholischen Landjugend. Das geht aus einem Bericht der Münchner Kirchenzeitung hervor. Die Landjugend hatte dem Politiker jedoch noch zu Lebzeiten die Unterstützung versagt. Keiner der Verbände stand mehr hinter Aiwanger. Gegenüber BR24 äußerte Aiwanger, ein talentierter Leichtathlet gewesen zu sein.

AIWANGER-FLUGBLATT/Vergrößern des Bildes
Ein nasses Wahlplakat von Hubert Aiwanger: Die Katholische Landjugend kritisierte ihn hart.

Nachdem Aiwanger 1990 das Gymnasium abgeschlossen hatte, ging er zur Bundeswehr, Grundwehrdienst ableisten.

Nach der Zeit bei der Bundeswehr begann Aiwanger 1991 ein Studium an der Fachhochschule Weihenstephan. 1995 bekam er sein Diplom als Agraringenieur. Die Landwirtschaft betrieb er lange Jahre nach dem Studium zusammen mit seinen Eltern. Über Aiwangers Eltern ist indes kaum etwas bekannt. Laut „Landshuter Rundschau“ hatte Aiwanger für das Studium ein Stipendium der CSU-nahen Hans-Seidel-Stiftung.

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