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So teuer wird Benzin und Diesel ab Januar 2027

wochentlich.deBy wochentlich.de3 November 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Rabatt läuft Ende des Jahres aus

Tankstellenbranche erwartet weiteren Preissprung


Aktualisiert am 03.11.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Auto wird betankt: Ein Tankstellenbetreiber rechtfertigt sich für die hohen Preise. (Quelle: IMAGO/Rene Traut/imago)

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Zum 1. Januar 2027 läuft der Tankrabatt aus, gleichzeitig steigt eine Klimaabgabe. Der Chef des Bundesverbands freier Tankstellen rechnet mit bis zu 40 Cent mehr pro Liter Sprit.

Autofahrer müssen sich nach Einschätzung der Tankstellenbranche zum Jahreswechsel auf deutlich höhere Preise einstellen. „Wir werden am 1. Januar wieder mit dem vollen Steuersatz Sprit verkaufen. Das heißt, da kommen schon mal 17 Cent obendrauf“, sagte Carsten Müller im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Er betreibt ein Tankstellennetz und leitet den Bundesverband freier Tankstellen (BFT). Hinzu komme die steigende Treibhausgasminderungsquote, die Kraftstoffanbieter zur Senkung ihrer Emissionen verpflichtet. Müller: „Das macht pro Liter Kraftstoff zwischen sieben und zehn Cent aus.“

  • Frankreich: Mehrere Tankstellen senken Diesel-Preise deutlich

Damit liege der Aufschlag bereits bei 24 bis 27 Cent. „Und wenn man dann um zwölf Uhr noch zehn Cent erhöht, sind wir locker bei 35 bis 40 Cent mehr pro Liter“, so Müller. „Das ist dann der Moment, an dem ich nicht an der Tankstellenkasse stehen möchte.“ Schon am letzten Tag des Tankrabatts (am 1. Oktober 2026 eingeführte Energiesteuersenkung, die bis 31. Dezember gilt) rechnet er mit Hamsterkäufen: „Manche Leute füllen den Sprit in Colaflaschen ab. Wir sind dann leergetankt.“

„Völlig verkehrt“

Den Tankrabatt selbst hält Müller dennoch für geboten, auch wenn er ihn grundsätzlich als das falsche Instrument ansieht: „Steuerungspolitisch ist das völlig verkehrt.“ Weil der Markt von „multiplen Krisen“ geprägt sei – dem Ukraine-Krieg, dem Konflikt an der Straße von Hormus und dem Niedrigwasser im Rhein –, senke die geringere Nachfrage die Preise nicht. In seinem Netz liege der Absatz etwa sechs Prozent unter dem Niveau vor dem Iran-Krieg: „Die Menschen fahren bewusster, lassen das Auto auch mal stehen.“

Die ab Januar geplante Begrenzung der Margen lehnt der Verbandschef ab. „Ein Spritpreisdeckel ist blanker Populismus“, so Müller. In Köln müsse er Diesel sechs und Benzin 15 Cent je Liter teurer einkaufen als Wettbewerber in günstigeren Regionen, weil er auf den Rhein als Transportweg angewiesen sei. Mit einem bundesweiten Deckel gingen die Betreiber in seiner Region „nahezu pleite“, während die Konkurrenz anderswo profitiere. Allein die Fracht über den Rhein mache derzeit sechs bis sieben Cent pro Liter aus: Eine Tonne Kraftstoff von Amsterdam nach Köln zu verschiffen, habe Anfang des Jahres etwa 15 Euro gekostet, inzwischen seien es 110 Euro. Vorwürfe überhöhter Gewinne weist Müller zurück: „Wir zocken niemanden ab.“

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