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Politik

Boris Pistorius will Rot-Grün-Rot in Berlin verhindern

wochentlich.deBy wochentlich.de2 November 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Gespräche hinter den Kulissen

Pistorius will rot-grün-rote Koalition verhindern


Aktualisiert am 02.11.2026 – 09:41 UhrLesedauer: 2 Min.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (Archivbild): Er will die angestrebte Koalition in Berlin verhindern. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Kurz vor Beginn der Koalitionsverhandlungen in Berlin erhöht Boris Pistorius den Druck auf seine Partei. Der Verteidigungsminister berichtet von Gesprächen hinter den Kulissen und unterstützt einen Aufruf gegen das geplante Bündnis.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will eine Regierungskoalition aus Linken, SPD und Grünen in Berlin verhindern. „Eine Koalition mit den Linken in Berlin ist nicht das, was die SPD unterstützen sollte“, sagte er am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Zwar liege die Entscheidung beim Berliner Landesverband, doch innerhalb der SPD werde bereits versucht, Einfluss auf die Regierungsbildung zu nehmen.

„Wir werden mit Sicherheit auf allen Ebenen, aber nicht vor den Kameras mit allen reden. Das läuft auch“, sagte Pistorius. Er begründete seine Ablehnung unter anderem mit den Auseinandersetzungen innerhalb der Berliner Linken über Antisemitismus sowie deren Haltung zu Sicherheitsbehörden und kriminellen Clans. Mit einem Bündnis unter Führung der Linken drohe die SPD weiter an Vertrauen zu verlieren.

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Pistorius schloss sich zudem einem parteiinternen Aufruf gegen die Koalition an. Mehr als 700 SPD-Mitglieder haben den Brief mit dem Titel „Nicht um jeden Preis“ inzwischen unterzeichnet. Zu den Unterstützern gehören auch der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel und Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.

Die Äußerungen fallen unmittelbar vor den Beginn der Koalitionsverhandlungen am Montag. Linke, Grüne und SPD hatten sich nach der Abgeordnetenhauswahl im September auf gemeinsame Gespräche verständigt. Die Linke war bei der Wahl stärkste Kraft geworden und will mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. Über einen möglichen Koalitionsvertrag sollen bei SPD und Linken später die Parteimitglieder entscheiden.

Pistorius widerspricht Dobrindt nach Jugendprotesten

In der ZDF-Sendung distanzierte sich Pistorius zudem von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Dieser hatte nach den Ausschreitungen am Rande der sogenannten Gen-Z-Demonstrationen am Wochenende unter anderem „migrantische Chaoten“ für die Gewalt verantwortlich gemacht. „Wenn es so wäre, wäre es sicher richtig, es so zu benennen. Ich weiß nicht, ob es so ist“, entgegnete Pistorius.

Er stellte zudem infrage, was unter „migrantischen Gruppen“ zu verstehen sei. Diese Unterscheidung führe in die falsche Richtung. Zugleich betonte er, dass die Verantwortlichen für Angriffe auf Polizisten und Sachbeschädigungen bestraft werden müssten.

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