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Finanzen

Das bedeuten die Pläne der EU für Deutsche

wochentlich.deBy wochentlich.de1 November 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Pläne der EU

Kommt die Bargeld-Obergrenze in Deutschland?


Aktualisiert am 06.10.2026Lesedauer: 2 Min.

Geldscheine in einem Portemonnaie: Bargeld ist bei den Deutschen beliebt.Vergrößern des Bildes

Geldscheine in einem Portemonnaie: Bargeld ist bei den Deutschen beliebt. (Quelle: Christian Horz/getty-images-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Die Deutschen lieben ihr Bargeld. Doch genauso tun das Kriminelle. Gilt deshalb eine Obergrenze für Barzahlungen?

Egal, ob die Brötchen beim Bäcker, Tickets fürs Kino oder gar ein Auto – kleine wie große Käufe erledigen viele Deutsche noch immer am liebsten mit Bargeld. Die Scheine und Münzen haben schließlich viele Vorteile: Sie sind nicht nur vertraut, sondern auch schnell griffbereit – und ermöglichen nicht zuletzt anonyme Zahlungen. Vor allem Letzteres spielt jedoch auch Kriminellen in die Karten.

Schon länger war daher eine Bargeld-Obergrenze im Gespräch, Anfang 2024 haben sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten darauf geeinigt, dass Käufe in Höhe von mehr als 10.000 Euro künftig nicht mehr bar bezahlt werden dürfen. Ziel ist die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die Verordnung zur Geldwäschebekämpfung tritt jedoch erst am 10. Juli 2027 in Kraft. Lesen Sie hier, wie Sie ungewollt gegen das Geldwäschegesetz verstoßen.

Sie soll zudem nicht für Privatpersonen gelten, sondern nur für gewerbliche Käufer und Verkäufer. Wer also zum Beispiel einen Gebrauchtwagen von privaten Anbietern abkauft, darf diesen auch dann weiterhin mit Bargeld bezahlen, wenn er mehr als 10.000 Euro kostet. Lesen Sie hier, wie viel Bargeld Sie zu Hause haben sollten.

Während die meisten anderen Länder in Europa längst Obergrenzen für Bargeldzahlungen haben, setzt Deutschland von sich aus bisher kein Limit. Eine Ausnahme gilt für Immobilien. Sie dürfen bereits seit April 2023 nicht mehr mit Bargeld bezahlt werden. Und es gelten noch zwei Einschränkungen:

  1. Wer Beträge oberhalb von 10.000 Euro bar zahlen möchte, muss sich ausweisen. Die Händler zeichnen dann Daten wie Name, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Adresse auf.
  2. Seit 1. Januar 2020 besteht zudem beim Kauf von Edelmetallen wie Gold und Silber sowie Kunst ab 2.000 Euro eine Ausweispflicht. Ein generelles Limit für Barzahlungen gibt es aber auch hier nicht.

Bei den Verhandlungen mit der EU zur Bargeld-Obergrenze hatte sich Deutschland zuletzt enthalten. Grund war Uneinigkeit innerhalb der inzwischen zerbrochenen Ampelkoalition.

In 18 der 27 EU-Mitgliedstaaten gibt es schon Bargeld-Grenzen. Sie reichen von 500 Euro in Griechenland bis 15.000 Euro in Kroatien. Wendet Deutschland ab 2027 die EU-Verordnung an, gilt die Bargeld-Obergrenze grundsätzlich nur für Käufe, nicht jedoch für den reinen Besitz. Sie können also so viel Bargeld zu Hause horten, wie Sie mögen – besonders sinnvoll ist das wegen des Wertverlustes aber nicht.

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