„Gen Z regelt“-Proteste
Douglas schließt vorsorglich zwölf Filialen
30.10.2026 – 01:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Samstag demonstrieren junge Menschen in mehreren deutschen Städten. Einzelhändler bereiten sich auf Ausschreitungen vor.
Die Parfümeriekette Douglas lässt an diesem Samstag sicherheitshalber zwölf Filialen geschlossen. Hintergrund sind die angekündigten Jugendproteste in zahlreichen Städten.
„Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden hat für uns höchste Priorität“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Daher habe man auf Basis einer Risikobewertung vorsorgliche Maßnahmen an ausgewählten Standorten getroffen. „Dazu zählt auch die präventive Schließung von zwölf besonders exponierten Stores am 31. Oktober.“ Wo sich diese Filialen befinden, teilte die Firma nicht mit.
Deutschlandweit bereiten sich Städte und Einzelhandel auf Proteste von „Gen Z regelt“ vor. Die Initiative ruft für den 31. Oktober zu Aktionen in rund 30 Städten auf. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht ein. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab. Bei Protesten in Frankreich und in anderen europäischen Ländern war es zu Krawallen gekommen – auch zu Plünderungen von Geschäften. Der Einzelhandel dort beklagt erhebliche Einbußen. Auch hierzulande sorgen sich Handelsverbände.
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Ergänzend seien an betroffenen Standorten angemessene Sicherheitsvorkehrungen ergriffen worden so Douglas. Nähere Angaben machte das Unternehmen dazu „aus Sicherheitsgründen“ nicht. Ziel sei es, den Beschäftigten ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. „Grundsätzlich hoffen wir auf einen friedlichen Verlauf der angekündigten Demonstrationen“, so die Sprecherin weiter. Douglas zählte Ende Juni in Deutschland 347 Filialen.
Auf der KÖ lagern schon Sperrholzplatten

Auf der Düsseldorfer Königsallee haben die ersten Händler angefangen, ihre Geschäfte vor möglichen Ausschreitungen bei den für Samstag angekündigten Jugendprotesten zu schützen. Zwei Tage vor den Kundgebungen sah man auf der Prachtstraße bereits Baugerüste und Sperrholzplatten vor Edel-Boutiquen.
Frei nach dem Motto „Bei uns gibt es nichts zu plündern“ wollten die Kö-Händler sicherheitshalber ihre Schaufenster und sogar ihre Läden räumen, sagte die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Königsallee, Andrea Greuner, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.
Regierung sieht derzeit keine Gewaltaufrufe
Vor allem unter den Juwelieren und Bekleidungsgeschäften planten einige, ganztägig zu schließen, andere wollten ihre Schaufenster und Fassaden verschalen. Kaputte teure Sonderglasscheiben könne im Weihnachtsgeschäft kein Händler brauchen. Auch die „Rheinische Post“ berichtete über die Vorkehrungen.