„Wie eine gute Familie“
Kompany und Kimmich: Bayern-Situation berührt Matthäus
29.10.2026 – 16:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Trainer Kompany im Krankenhaus, Kimmichs Vater gestorben – der FC Bayern erlebt eine außergewöhnliche Woche. Lothar Matthäus zieht einen emotionalen Vergleich.
Lothar Matthäus hat dem FC Bayern München für seinen Zusammenhalt in der aktuellen Krise Respekt gelobt. Der Rekordnationalspieler äußerte sich tief beeindruckt dazu, wie der Rekordmeister die schwierigen Situationen der vergangenen Tage bewältigt: den Zusammenbruch von Cheftrainer Vincent Kompany sowie den Tod des Vaters von Joshua Kimmich.
„Wie eine gute Familie, so kenne ich auch den FC Bayern auch schon zu meiner Zeit. Das sind Schockmomente, aber der FC Bayern rückt dann noch enger zusammen und bündelt sich, und das hat man dann auch ja wieder gestern gesehen“, sagte Matthäus am Donnerstagmittag bei einem Sky-Termin in München. „Es ist der Cheftrainer nicht dabei, aber es läuft dann eben auch genauso ohne ihn wie mit ihm, weil man einfach zusammengefunden hat in den letzten zweieinhalb Jahren.“
- Außergewöhnliche Zeiten: FC Bayern trotzt den Umständen
- Kompany fragte Eberl: „Was machst du da?“
Für Matthäus ist dieser Zusammenhalt das entscheidende Merkmal eines starken Klubs: „Und das ist das Wichtigste für eine Mannschaft oder für einen Verein, dass dann doch alle Parteien, ob Spieler, Trainer, Funktionäre, zusammenhalten, und die Fans ja auch. Und das zeichnet den FC Bayern auch aus.“
Eberl gab Kompany-Update
Hintergrund seiner Aussagen ist eine turbulente Woche beim deutschen Rekordmeister. Kompany war auf dem Trainingsplatz zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie Sportvorstand Max Eberl nach dem 6:1-Sieg im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Magdeburg am Mittwochabend mitteilte, wurde bei dem 40-Jährigen eine Hirnhautreizung festgestellt. „Das Wichtigste und schönste Zeichen ist, dass er heute aus dem Krankenhaus entlassen wurde und jetzt erst mal wieder zu Hause ist“, sagte Eberl. „Das ist für uns erstmal die größte und schönste Nachricht heute am ganzen Tag.“
Eberl betonte, auch Kimmich bekomme „die Zeit, die er braucht“, und ergänzte: „Es ist keine einfache Zeit für ihn.“ Dennoch wisse Kimmich, „dass der Klassiker vor der Tür steht“. Mit Blick auf das Duell mit dem BVB deutete Eberl ein mögliches Comeback an: „Wenn er den Kopf freibekommen will, wird er bald wieder an der Säbener Straße auftauchen. Dann wird man sehen, was am Samstag passiert.“