Bauprojekt am Flughafen
München bekommt Deutschlands größte Konzertarena
28.10.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Am Mittwoch ist der erste Spatenstich für die Munich Arena nahe dem Münchner Flughafen gefeiert worden. Über 400 Millionen Euro fließen in den Bau – die Eröffnung ist für 2029 geplant.
Die Nähe zum Münchner Flughafen ist nicht zu überhören. Pausenlos heben Maschinen in den Himmel über dem Grundstück ab, auf dem Deutschlands größte Konzertarena entstehen soll. Für Ideengeber und Projektentwickler Lorenz Schmid ist das ein klarer Vorteil, wie er an diesem Mittwoch (28. Oktober) vor geladenen Gästen skizziert. Besucher von überallher sollen in Zukunft am Flughafen München einmal aussteigen und am besten auf direktem Wege in die fußläufig entfernte Halle gehen, um ihre Stars live zu sehen.
Am Mittwochmittag wurde der erste Spatenstich für das ambitionierte Vorhaben gefeiert. Nach Fertigstellung soll die rein privat finanzierte Arena Platz für rund 20.000 Besucher bieten. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 400 Millionen Euro. Schon in drei Jahren ist die Eröffnung geplant.
Welche Bedeutung die Konzertarena für den Großraum München und Bayern hat, lässt sich am Mittwoch allein schon an der Gästeliste ablesen: Ministerpräsident Markus Söder ist gekommen, daneben Staatsminister Florian Herrmann (beide CSU), der im Landkreis Freising seinen Stimmkreis hat, sowie Flughafenchef Jost Lammers und Konzertveranstalter Marek Lieberberg.

Gastronomie, Hotellerie und Unternehmen sollen profitieren
In der nahe gelegenen Landeshauptstadt München beobachten wiederum einige in der Lokalpolitik offenbar mit Bauchschmerzen, dass das Olympiastadion und die Olympiahalle als Konzertspielstätten nun Konkurrenz ausgerechnet vor der eigenen Haustür bekommen. Doch diesen Umstand wischt Söder in seiner Rede nonchalant beiseite: Noch vor ein paar Tagen hätten er und Florian Herrmann Anrufe aus München bekommen, ob denn diese Arena wirklich nötig sei. Seine Antwort habe nur gelautet: In ein paar Tagen sei Spatenstich. So schnell gehe das eben in Freising. Am meisten freue ihn aber, dass der Bau („eine geile Sache“) keinen einzigen Cent an Steuergeld koste.
In der Domstadt frohlockt man derweil seit Längerem ob der Chancen, die sich mit der Munich Arena auf 90.000 Quadratmetern Freisinger Stadtgebiet böten, wie Oberbürgermeisterin Monika Schwind (Freisinger Mitte) an diesem Mittwoch noch einmal betont: „Unsere Gastronomie, Hotellerie, Pensionen und viele weitere Unternehmen vor Ort können davon profitieren.“ Das Bauleitverfahren für das Projekt „von internationaler Strahlkraft“ sei durchgebracht, alle Zustimmungen im Stadtrat mit großer Mehrheit erteilt worden, und auch die Bevölkerung stehe hinter dem Projekt.
Zur Unterstützung hat man im Vorfeld bereits die Sache analysieren lassen: In einer Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte ist bereits während der Bau- und Planungsphase von gesamtwirtschaftlichen Effekten in Höhe von rund 390 Millionen Euro die Rede. Nach der Eröffnung soll die Arena jährlich eine Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region erzeugen.
