Stiftung will wohl abholzen
Luxus-Pläne in Österreich lösen Aufschrei aus
26.10.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Teil eines Naturdenkmals in Österreich soll wohl für Luxuswohnungen weichen. Die Kritik an den Plänen fällt harsch aus.
Im österreichischen Zirbenwald sollen 8.000 Quadratmeter Wald gerodet werden – wohl, um dort Platz für luxuriöse Ferienwohnungen zu machen. Das berichtete die österreichische „Kleine Zeitung“ unter Berufung auf Mitarbeiter aus der Gemeinde am Wochenende. In der Lokalpolitik löst der Plan deutliche Kritik aus.
8.000 Quadratmeter entsprechen in etwa einem Fußballfeld. Der Zirbenwald liegt in Obergurgl in Tirol. Der insgesamt etwa 20 Hektar große Wald gilt als Naturdenkmal. Die Bäume sollen teilweise mehr als 300 Jahre alt sein.
- 19 Bungalows, Werkstatt, Speisesaal: Ganzes Ostsee-Feriendorf wird versteigert
Lambert Schönleitner, der Kontrollsprecher der steierischen Grünen, sagte der Zeitung: „Ein neues Chaletdorf mitten im alpinen Zirbenwald ist völlig aus der Zeit gefallen.“ Er fordert eine Debatte, bevor die Pläne wirklich umgesetzt werden. Oft gebe es durch solche Projekte keine wirkliche Wertschöpfung – stattdessen stünden die Wohnungen als ungenutzte Kapitalanlage in der Landschaft.
Waldpläne in Österreich: Politiker übt Kritik
Wie die Zeitung berichtete, hat die Schwarzenbergsche Familienstiftung, der größte Waldbesitzer in Murau, den Bezirk um eine Rodungserlaubnis gebeten. Die Stiftung begründete den Wunsch mit der „Schaffung von Bauland für Feriennutzung“. Statt einer kompletten Rodung gehe es dabei um die „Einzelentnahmen von Bäumen“. Die Zeitung schreibt unter Berufung auf die Gemeinde Stadl-Predlitz, es seien noch keine Bebauungspläne eingereicht worden.
In der Nähe des Gebietes, dass von der Rodung betroffen sein soll, gibt es mehrere Ferienhäuser. Auch hier gebe es Kritik: Die Besitzer hätten bei der Rodungverhandlung Einwände erhoben.