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You are at:Home»Regionen»S-Bahn-Ausflug Berlin: Natur-Park Schöneberger Südgelände entdecken
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S-Bahn-Ausflug Berlin: Natur-Park Schöneberger Südgelände entdecken

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Tipp fürs Wochenende

S-Bahn-Ausflug: Zwischen Wildnis und Bahngeschichte

Aktualisiert am 25.10.2026 – 14:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Alte Dampflokomotive im Natur-Park Südgelände: Überall in dem Park finden Besucher Spuren der Eisenbahngeschichte. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Erhard Nerger/imago)

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Das Gelände eines früheren Rangierbahnhofs in Berlin ist seit 1999 ein Naturschutzgebiet. Wilde Natur trifft dort auf Eisenbahn-Relikte und Kunst.

Der Natur-Park Südgelände in Tempelhof-Schöneberg ist einer der ungewöhnlichsten Ausflugsorte innerhalb Berlins. Auf dem Gelände eines früheren Rangierbahnhofs ist eine geschützte Naturfläche entstanden, dazu kommen Spuren der Eisenbahngeschichte und Kunst im Park.

Nachdem der Bahnbetrieb 1952 eingestellt worden war, breiteten sich Trockenrasen, Hochstaudenflure und später ein dichter Wald aus. 30 Brutvogelarten, 57 Spinnenarten, 95 Wildbienenarten und mehr als 350 Pflanzenarten sind hier beheimatet. Große Teile des Geländes wurden 1999 zum Landschafts- und Naturschutzgebiet erklärt. Zur Expo 2000 wurde das Areal als Park eröffnet.

imago images 0479647853Vergrößern des Bildes
Der Wasserturm im Natur-Park Südgelände: Er ist 50 Meter hoch. (Quelle: IMAGO/Schoening/imago)

Auf dem Gelände sind noch viele Bahnelemente erhalten: Gleise, Wasserkräne, Lichtmasten und Weichen. Zwischen den Bäumen steht eine Dampflokomotive der Baureihe 50, außerdem eine der ältesten Drehscheiben Deutschlands sowie ein 50 Meter hoher stählerner Wasserturm. Die rund 100 Jahre alte Lokhalle mit einer Fläche von 4.000 Quadratmetern wird derzeit saniert. In der ehemaligen Brückenmeisterei gibt es ein Café mit Veranstaltungsraum; im Obergeschoss ist eine Ausstellungsfläche. Wasserturm, Lokhalle und Brückenmeisterei stehen gemeinsam unter Denkmalschutz.

Stahlkunst mitten in der Natur

An mehreren Stellen im Park stehen Stahlkunstwerke der Bildhauergruppe Odius. Einige Arbeiten sind als Aussichtspunkte, Baumhäuser, Röhren oder Stege in die Landschaft eingebaut. Von dort geht der Blick über die Flächen des Naturschutzgebiets. Ein 600 Meter langer Stahlsteg führt durch das Areal.

imago images 115064432Vergrößern des Bildes
Kunstwerk Eule: Sie ist eine von insgesamt sieben Stahlkunstwerken der Bildhauergruppe Odius. (Quelle: via www.imago-images.de/imago)

In der Nähe der Brückenmeisterei liegt der Giardino Segreto, ein künstlicher Garten mit stählernen Kuben, Skulpturen und von Stahlkanten eingefassten Rasenbeeten. Eine ehemalige Stützmauer am Tälchenweg steht Graffiti-Künstlern montags bis samstags ab 15 Uhr als legale Fläche zur Verfügung.

imago images 94469554Vergrößern des Bildes
Birken wachsen mitten im Gleis: Im Natur Park Südgelände hat sich die Natur ihren Weg gebahnt. (Quelle: Schoening via www.imago-images.de/imago)

Natur-Park Südgelände: Rundwege und Öffnungszeiten

Für Besucher gibt es zwei barrierefreie Rundwege. Der kürzere Weg (1 km) führt an den Eisenbahn-Denkmälern wie Wasserturm und Dampflok vorbei. Der längere Weg (2,7 Kilometer) verbindet eine sonnige Lichtung mit dem Robinienwald und dem Tälchenweg.

Der Park ist täglich geöffnet: von November bis Februar von 9 bis 16 Uhr, im März und Oktober bis 18 Uhr, im April und September bis 20 Uhr sowie von Mai bis August bis 21 Uhr. Der Eintritt kostet 1 Euro pro Person ab 14 Jahren. Das Café Paresüd öffnet von April bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Der Hauptzugang befindet sich am S-Bahnhof Priesterweg (südlicher Ausgang), erreichbar mit den Linien S2, S25 und S26.

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