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Panorama

Hitlers „Eagle’s Nest“ abgebrannt – Details zum Verdächtigen

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Oktober 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Feuer auf dem Obersalzberg

Hitlers „Eagle’s Nest“ abgebrannt – Details zum Verdächtigen

24.10.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das durch einen Brand schwer beschädigte Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden. (Quelle: Jason Tschepljakow/dpa)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Das Kehlsteinhaus am Obersalzberg ist nach einem Großbrand zerstört. Ein Kurzgutachten attestiert dem mutmaßlichen Brandstifter erhebliche psychische Probleme.

Der Mann, der am Freitagabend den Großbrand am Kehlsteinhaus am Obersalzberg gelegt haben soll, ist psychisch krank. Das ergibt ein psychiatrisches Kurzgutachten. Die Staatsanwaltschaft Traunstein geht von mindestens verminderter Schuldfähigkeit aus. Das erklärte der Staatsanwalt Rainer Vietze am Samstag auf einer Pressekonferenz in Berchtesgaden.

Am Samstag wurde der Mann einem Untersuchungsrichter in Rosenheim vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft will nun seine Einweisung in eine forensische Klinik durchsetzen – eine Einrichtung für psychisch kranke Straftäter, die als schuldunfähig oder vermindert schuldfähig gelten. Auch ein mögliches politisches Motiv werde geprüft. Da seien die Ermittler aber erst ganz am Anfang, sagte Vietze.

„Eagle’s Nest“ Hitlers brennt ab

Das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden war in der Nacht auf Samstag vollständig in Brand geraten. Das historische Gebäude, das einst als Teehaus für repräsentative Anlässe Adolf Hitlers errichtet wurde, brannte lichterloh.

Im Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden ist ein Feuer ausgebrochen. Das von den Nationalsozialisten errichtete Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden ist in der Nacht zum Samstag durch ein Feuer weitgehend zerstört worden.Vergrößern des Bildes
Im Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden lodert in der Nacht das Feuer. (Quelle: –/Kilian Pfeiffer/dpa)

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Das Gebäude liegt auf 1.834 Metern Höhe, was sowohl die Anfahrt als auch den Einsatz erschwerte. Polizeisprecherin Lisa Maier erklärte: „Man kann nur mit schwerem Atemschutz in das Gebäude hinein.“ Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte waren im Einsatz, um den Brand in dem denkmalgeschützten Gebäude unter Kontrolle zu bringen.

Das Kehlsteinhaus wurde 1937/38 erbaut und war Teil des sogenannten Führersperrgebietes Obersalzberg. Es sollte Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude dienen. International bekannt wurde es als „Eagle’s Nest“. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude ohne Schäden. Seit 1952 wird es als Gaststätte genutzt; eine Ausstellung erinnert an die Geschichte des Hauses.

Feuer am Kehlsteinhaus verursacht Millionenschaden

Der Brand am Kehlsteinhaus am Obersalzberg hat einen Sachschaden angerichtet. „Der Schaden geht sicher in die Millionen“, sagte der Vorsitzende des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden, Bartl Wimmer. Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) müssten nun Brandsachverständige den genauen Schaden feststellen.

Er hatte bereits zuvor betont, das Haus sei gut versichert, mögliche Ansprüche gegenüber der Versicherung würden bereits geprüft. Der Wiederaufbau werde einige Zeit dauern, er sagte jedoch zu, nach einer vernünftigen Lösung zu suchen. Der Freistaat Bayern ist Eigentümer des Gebäudes. Wegen des historisch schwierigen Bezuges sollen auch Historiker in den Prozess einbezogen werden.

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