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You are at:Home»Finanzen»Pionier-Batteriehersteller ist insolvent – 400 Jobs in Gefahr
Finanzen

Pionier-Batteriehersteller ist insolvent – 400 Jobs in Gefahr

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Oktober 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Vergleiche mit Elon Musk

Batterie-Pionier aus Bayern ist insolvent


22.10.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.

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Photovoltaikanlagen in Wildpoldsried (Symbolbild): Hier sind am Hauptsitz 400 Angestellte beschäftigt. (Quelle: picture alliance / dpa/dpa-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Nur zwei Monate nach dem Verkauf durch Shell hat der Heimspeicherhersteller Sonnen Insolvenz angemeldet. Mehr als 150.000 Kunden bangen nun um ihren Service.

Der bayerische Batteriespeicherhersteller Sonnen GmbH hat am Donnerstag einen Insolvenzantrag gestellt. Die rund 400 Beschäftigten am Hauptsitz in Wildpoldsried im Allgäu wurden am Morgen informiert, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Mehrere Tochtergesellschaften sollen demnach abgewickelt werden, nur ein Produktionsstandort soll erhalten bleiben.

Im Video | Haben Sie Angst um Ihren Job?

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Dabei galt Sonnen lange als Vorzeigeprojekt der deutschen Energiewende. Das 2010 gegründete Unternehmen wurde in der Branche als „Tesla der Solarspeicher“ gehandelt. 2019 übernahm Shell den Betrieb für rund 500 Millionen Euro und investierte insgesamt mehr als eine Milliarde Euro. Im August 2026 verkaufte der Konzern Sonnen an Tiven, das Family Office von Aurelius-Mitgründer Gert Purkert – zwei Monate später folgt nun der Insolvenzantrag.

150.000 Kunden: Sonnen-Service soll weiterlaufen

Die wirtschaftliche Lage ist seit Jahren angespannt: Der Umsatz brach von 443 auf knapp 199 Millionen Euro ein, das operative Ergebnis lag 2024 bei minus 188,7 Millionen Euro. Ein Sparprogramm reduzierte die Belegschaft von 1.318 auf 800 und die Verluste auf 52,2 Millionen Euro – profitabel war Sonnen in seiner Geschichte nur in einem einzigen Jahr.

Für Privathaushalte mit Sonnen-Speicher sollen Service und Bestandsgeschäft vorerst weiterlaufen. Wie lange das unter Insolvenzrecht gewährleistet werden kann, bleibt offen. Aus Unternehmenskreisen wird Kritik an Shell laut: Der Konzern habe sich nach dem Verkauf aus jeder Verantwortung zurückgezogen.

Im Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet

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Der Fall Sonnen steht nicht allein. Anbieter wie BYD, Huawei und Sungrow verdrängen mit günstigeren Preisen europäische Hersteller zunehmend vom Markt. Erst im August hatte EnBW-Tochter Senec ihr Neukundengeschäft eingestellt. Der Gesamtmarkt wächst – doch die Gewinne fließen zunehmend nach Asien.

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